Mit Leader-Gebiet wächst auch der Verein

Martinszelll hä l Die Finanzierung des Haushalts und Neuwahlen standen auf dem Programm der jüngsten Mitgliederversammlung der Regionalentwicklung Oberallgäu. Hintergrund für die Wahlen ist die Gebietserweiterung im vergangenen Jahr. Dabei haben sich den Gemeinden im nördlichen Landkreis nun auch die südlichen angeschlossen, der Verein hat nun 52 Mitglieder.

Eine im August verabschiedete Satzung der Regionalentwicklung ist mit der Anerkennung des Oberallgäus als Leader-Gebiet in Kraft getreten. Es ist daher erforderlich, dass die Gremien neu gewählt werden, erklärte der Vorsitzende, Bürgermeister Heribert Kammel (Altusried), im Landhotel 'Adler' (Martinszell).

Dem Verein gehören nun der Landkreis Oberallgäu, 27 Kommunen aus dem Oberallgäu und 24 Wirtschafts- und Sozialpartner an, erklärte Geschäftsführerin Dr. Sabine Weizenegger von der Lokalen Aktionsgemeinschaft (LAG) in ihrem Jahresbericht. Zahlreiche mit EU-Fördermitteln durchgeführte Projekte wurden 2007 fertiggestellt, so die Hängebrücke über die Iller, der Glasmacherweg (Kreuzthal), historischer Wanderweg (Sulzberg), Aussichtsturm auf dem Hauchenberg (Weitnau), sowie die Wildpoldsrieder Wasserlandschaften im Moor und weitere. In der LAG sei 'Kirchturmdenken' verpönt, mit dem Slogan 'Werte Schöpfen - Miteinander für unsere Region' soll das 'Netzwerk Regionalentwicklung Allgäu' geschaffen werden, betonte die Geschäftsführerin.

Das Regionale Entwicklungskonzept für 2007 bis 2013 habe bayernweit mit 60 Projekten in Konkurrenz gestanden, 40 seien als Leader-Gebiet anerkannt worden, darunter auch die anderen Allgäuer Landkreise, freute sich Ethelbert Babl, Leader-Manager beim Amt für Landwirtschaft und Forsten.

Zur Finanzierung des jährlichen Haushaltes steuert der Fördertopf der EU rund 42 000 Euro bei, der Landkreis gut 11 000 Euro. Die finanzielle Beteiligung der Kommunen splittete sich auf in einen Sockelbeitrag von 300 Euro und 20 Cent pro Einwohner. Bliebe es bei diesem Beitrag, sei eine Unterfinanzierung von knapp 20 000 Euro zu erwarten, erklärte Kammel. Deshalb einigte man sich auf eine Anhebung, der Sockelbeitrag bleibt bei 300 Euro, hinzu kommen 40 Cent pro Einwohner. Bei den Gemeinden in Verwaltungsgemeinschaften wird nur ein einziger Sockelbeitrag von 500 Euro fällig. Des weiteren wurde einstimmig beschlossen, dass Gemeinden in denen ein Projekt abgeschlossen wurde, zwei Prozent der Fördersumme in den LAG-Topf zurückzahlen müssen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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