Mit Hip-Hop-Tanzschritten dem Hundekot ausweichen

Stötten | sem | 'Kinder, Kinder' war das Motto der 12. Fasnachtsabende in Stötten. Denn Kinder gibt es nach Ansicht der Stöttner Fasnachtssprecher nicht genug. 'Vielen Dank für die Jugend' sang daher auch der Klapperstorch Markus 'Makarer' Endras eingangs. Er ist der neue technische Leiter der Fasnachtssprecher, während Richard Soltmanowski den Vorsitz übernommen hat. Und nach mehr als 20 Jahren wirkte mit 'Knitter' erstmals wieder eine Liveband mit.

Im örtlichen Dialekt nahmen die Fastnachter hauptsächlich das örtliche Geschehen, den Auerberglandzusammenschluss der Auerberggemeinden und vor allem auch den 'MEP', den Mooserlebnispfad, aufs Korn. 'Der Breitmaulfrosch hot a breite Gosch' sang der Fasnachternachwuchs vergnügt und hüpfte quakend über die Bühne. Und selbst die Schlümpfe trieben wieder einmal ihr Unwesen.

Nach dem Motto 'Kindermund tut Wahrheit kund' verwandelte die Theatergruppe Sirch einen Rundgang der Kinder durchs Moos in eine Infobörse über das Dorfleben. Bettina und Susanne Ruf zeigten mit ihrem Hip-Hop-Tanz, wie dem Hundekot auf dem MEP gekonnt ausgewichen werden kann. Auch die Tanzgruppe Schwabbruck mit ihren Schautänzen aus den 1980er Jahren wurde in Stötten begeistert aufgenommen. Die Zuschauer in der mit bunten Luftballons, überdimensionalen Bonbons, Lutschern und Schnullern mottogerecht geschmückten Mehrzweckhalle ließen die Tanzmädchen nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Zungenschrittmacher nötig

Einig waren sich Walter Sirch und Detlev Maatz, dass für den örtlichen Dialekt ein Zungenschrittmacher benötigt werde. Sie ließen sich vom Auerbergland-Dialektdolmetscher Hans Amberg nicht nur in die Auerbergursprache, sondern auch gleich ins örtliche Geschehen einweisen. Selbst die Puppenspieler kümmerten sich um Themen vor Ort. Aber auch die Pfladdergässler deckten so manchen Vorfall im Dorf auf. Sie kämpften mit eingeschleppten Tieren und bildeten ein schräges Orchester, während die Schulklasse um Hans Rauh ihren Lehrer zur Weißglut brachte.

Weitere Höhepunkte bildeten die 'Nordhangmannen', die singend auf Brautschau gingen, und das Schwarzlichttheater der 'Steddar Mädels' mit ihrem Kreislauf des Lebens. Ebenfalls viel Beifall erhielt die Gruppe Moostafa mit ihrem Döner zwischen Geltnach und Bosporus, bevor sich die Musikkapelle der gemeindlichen Mülltrennung widmete. Großer technischer Aufwand begleitete den Abend nicht nur mit gelungenen Lichteffekten und die Gäste stimmten am Schluss mit dem neuen Schlachtruf 'Stedda hauruck' begeistert in das neue Fasnachtslied ein.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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