Bad Hindelang / Oberstaufen
Mit «Hindelang plus» ins touristische Plus

Mit «Hindelang plus» will die Tourismus-Gemeinde wieder zum «Übernachtungsmillionär» werden. Nach dem Strickmuster von Oberstaufen wird es ab Mai 2010 auch in Bad Hindelang eine spezielle Gästekarte für einen «Urlaub ohne Nebenkosten» geben, wie das Schlagwort lautet. Zum verlockenden Ferien-Angebot gehören Gratis-Fahrten im Linien-Omnibus überall im südlichen Oberallgäu und im österreichischen Tannheimer Tal, Freifahrten in der Bergbahn-Gondel sowie der winterliche Skipass. Umsonst ist zudem der Eintritt zu Freizeiteinrichtungen. In freudiger Aufbruchstimmung hat der Marktgemeinderat jetzt dieses Paket abgesegnet. Bürgermeister Adalbert Martin und Kurdirektor Max Hillmeier sind davon überzeugt, dass das «Meisterstück» die Übernachtungszahlen wieder über die Millionengrenze hievt.

Das Schroth-Heilbad, wo das Vorreiter-Projekt «Oberstaufen plus» seit einem Jahr läuft und den beteiligten Betrieben laut Tourismus-Chefin Bianca Keybach satte Übernachtungs-Zuwächse beschert hat, stand Pate für Hindelang. «Man spart sich das Lehrgeld und weiß, worauf man achten muss», zeigte sich Bürgermeister Martin für die großzügig gewährte Nachbarschaftshilfe dankbar. Der freie Tourismus-Berater Andreas Feustel, der das Modell entwickelt hatte, warb mit Unterstützung der Hindelanger Kurverwaltung auch im Ostrachtal erfolgreich um Anbieter und Vermieterbetriebe. Die derzeit an «Hindelang plus» beteiligten 212 Gastgeber steuern mehr als die Hälfte der jährlichen Übernachtungen bei. Bei weitem ist damit die Kalkulationsschwelle überschritten, ab der sich ein solches Unterfangen rechnet.

Rathaus-Chef Martin war im Gemeinderat begeistert: «Wir haben mehr Gastgeber dabei als erträumt».

Die Kommune tritt bei dem Projekt, das auf der Basis der Allgäu-Walser-Card funktioniert, mit einer Viertelmillion Euro in Vorleistung. Für Karten-Terminals, für Schulungen, für Marketing, Personal und Organisation wird das vorgestreckte Geld eingesetzt. Es soll aber nach dem erfolgreichen Start im nächsten Jahr nach und nach durch gestiegene Gästezahlen wieder hereinkommen, denkt sich Kurdirektor Hillmeier.

Nach der frühen Einbindung des Kommunalparlaments war es kein Wunder in der Ratssitzung am Mittwochabend, dass diese Art von Befreiungsschlag einstimmig durchging. «Das ist eine tolle Geschichte», gab sich ein enthusiastischer Albert Keck (Freie Wähler Bad Oberdorf).

Vize-Bürgermeister Hans Heim (Freie Wähler Hindelang) erwartet nun, dass auch Gaststätten und Alphütten in punkto Service ihren Anteil leisten. Das Schlusswort im Rat gehörte noch einmal dem Bürgermeister. Martin: «Der Gemeinderat hat hier unternehmerisches Handeln bewiesen». Das erteilte Signal sei zugleich eine klare Antwort auf die Wirtschaftskrise.

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