Erkheim / Unterallgäu
Mit Freude den Alltag meistern

Über 400 Mütter und Väter sowie kleine und größere Kinder aus dem ganzen Unterallgäu und darüber hinaus haben sich am vergangenen Sonntag im Erkheimer Schulzentrum versammelt. Sie alle hatten sich zum ersten Familienkirchentag der Diözese Augsburg angemeldet, der unter dem Motto «Wurzeln und Flügel» stand.

Die vielen Stimmen verstummten, als die Handpuppe Fridolin auf dem Arm von Dr. Michael Kreuzer, dem neuen Leiter der Diözesanstelle für Ehe- und Familienseelsorge, durch den Saal zur Bühne kam. Auf lustige Art wunderte sich Fridolin über die vielen Menschen. Dabei bewies Kreuzer sein Bauchredner-Talent.

Alle Familienreferenten der ganzen Diözese waren nach Erkheim gekommen und boten am Vormittag zehn Workshops an. Familie Jutz aus Pleß entschied sich für das Thema «Ich freue mich am Leben». Dort wurde auf spielerisch-kreative Art vermittelt, wie Lebensfreude hilft, den Alltag zu meistern. Danach meinte Andreas Jutz: «Da war am Anfang so ein Tanz, der hat mir nicht gefallen.

» Schon fiel ihm sein Bruder Sebastian ins Wort: «Nein, der war doch supergut». Familie Prexl erfuhr im Workshop «Sternchen, Stars und coole Typen», dass letztlich jeder Mensch wertvoll sei, da er einen «goldenen Kern von Gott» in sich trägt.

Aus Altem etwas Neues schaffen

Kreativ war Familie Pfister aus Bossarts, die bei Referent Ulrich Behrens aus alten Zeitungen die tollsten Kreationen gestaltete. «Es hat Spaß gemacht, als Familie aus Altem gemeinsam etwa Neues zu schaffen,» so die einhellige Meinung der Teilnehmer. Am Nachmittag bastelten die Kinder bunte Blätterbäume und riesige Faltvögel, während sich die Eltern in zehn verschiedenen Erwachsenengruppen über Leben, Glauben und Glaubensweitergabe Gedanken machten und Tipps bekamen.

Pascal Gläser riet den Eltern, bei der Aufklärung der Kinder nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern gemeinsam über das Wunder Leben und dessen Entstehung zu reden. «In der Natur ist so viel Wunderbares zu entdecken. Staunen sie mit ihren Kindern darüber und danken sie dann Gott dafür,» empfahl Gläser.

Beim abschließenden Familiengottesdienst in der Turnhalle sorgte Liedermacher Robert Haas mit Gesang und passenden Bewegungen für eine lockere Stimmung. Vertrauen, Geborgenheit und Kraft seien wichtige Wurzeln, die jeder Mensch braucht. Dann müsse Freiheit, Mut und Liebe dazukommen, um frei und glücklich leben und schließlich «fliegen» zu können. Dies alles komme von Gott und müsse durch Menschen vermittelt werden, so Pfarrer Kreuzer. Regionaldekan Martin Maurer verabschiedete die Familien: «Gehen Sie hin, wo Sie hergekommen sind und leben Sie dort als lebendige Kirche.»

Die Veranstaltung war für alle Teilnehmer kostenlos, da die Familienseelsorge Mittel aus ihrem Haushalt zur Verfügung gestellt hatte, so Regionalsekretär Kai Kaiser.

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