Immenstadt
Mit einem strahlenden Lächeln die Strapazen gemeistert

Die Schmach vom vergangenen Jahr wollte Axel Reusch vom TV Immenstadt unbedingt tilgen. Trotz guter Vorbereitung war er damals beim Allgäu-Triathlon in Immenstadt nur auf Rang 60 gelandet. Ausgepowert und enttäuscht schleppte er sich über die Ziellinie. Am Samstag dagegen strahlte der 41-Jährige übers ganze Gesicht. Bei der deutschen Meisterschaft über die Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 96 km Radfahren und 20 km Laufen) erreichte er in 4:46,38 Stunden als bester Allgäuer das Ziel. Im Gesamt-Klassement der «Deutschen» wurde er 22. Sieger wurde Stefan Schmid vom TSV Crailsheim in 4:28,44 Stunden. Bei den Frauen gewann Ina Reinders (TV Erlangen) in 5:01,09. » Überregionaler Sport

Insgesamt nahmen beim «Allgäu Classic» 1000 Teilnehmer aus 13 Nationen teil. Reusch verwies das 19-jährige Talent Bernd Scheidle (ebenfalls TV Immenstadt/4:52,48) auf Rang zwei im Kampf um den inoffiziellen Titel des «Allgäuer Meisters». Scheidle wurde 33. bei der «Deutschen».

Blockus drittbester Allgäuer

Drittbester Ausdauer-Dreikämpfer aus der Region war der 25-jährige Jakob Blockus (RSC Logwin Kempten, der als 52. in 5:00,32 Stunden im Ziel ankam. Der Sohn des bekannten Kemptener «Ironman» Uli Blockus brach beim Laufen (Rang 199) völlig ein. «Da fehlten mir die Körner», sagt der 29-Jährige, der erst vor zwei Wochen beim Ironman in Roth eine starke Leistung gezeigt hatte. Auf der berüchtigten Radstrecke in Immenstadt hatte er zu kämpfen: Im strömenden Regen glitten ihm die Kohlehydrat-Gels aus der nassen Hand.

Dass sich «der alte Mann» (Reusch über Reusch) gegen die Allgäuer «Jungspunde» durchsetzte, lag wohl auch daran, dass sich der 41-Jährige diesmal «überhaupt nichts vorgenommen hatte». Offenbar verlieh diese «Taktik» dem zweimaligen Dritten beim Allgäu-Triathlon (1997 und 1998) Flügel. Nach einer mäßigen Schwimmleistung (122.) im ebenso kalten wie welligen Alpsee merkte er beim Radeln, «dass ich sehr gut drauf bin» - und machte kräftig Dampf. Dadurch motiviert, legte der Routnier beim Laufen noch einen Gang zu und erzielte mit 1:14,57 Stunden die fünftbeste Laufzeit. «Ein tolles Ergebnis, mit dem ich nicht gerechnet habe», strahlt Reusch. Die Chance, dem Routinier Paroli zu bieten, büßte Scheidle schon beim Schwimmen ein. Er kam nur als 211.

aus dem Wasser, arbeitete sich auf dem Rad zügig nach vorne, und war trotz elftbester Laufzeit dennoch nicht ganz zufrieden, «weil Krämpfe verhinderten, dass ich noch weiter nach vorne lief». Dies gelang Eva Übelhör (TV Immenstadt).

Die beim Zieleinlauf strahlende 38-Jährige war beste Allgäuerin auf Rang 13. in 5:32,36 vor Sabine Kraus (TV Memmingen), die 17. wurde und Melanie Henscheid vom RSC Kempten auf Rang 21.

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