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Gesundheit
Mit der Schneeschaufel gegen den Weihnachtsspeck

Jedes Jahr ist es die gleiche Freude und darauf folgt das gleiche Leid. Mit Plätzchen, Stollen und Lebkuchen haben wir uns durch kalte, trübe Adventstage genascht. An Glühweinständen und bei Weihnachtsfeiern haben wir so manchen schönen Abend verlebt, und an den Festtagen im Kreis der Familie die großen Menüs verdrückt. Danach wirds ernst: Ein bis zwei Kilo mehr zeigt die gnadenlose Waage, die Hose spannt - man fühlt sich träge. Sport? Puhh lange nicht mehr gemacht. Diät? Zu kompliziert und danach isst man sichs eh wieder drauf. Die Lösung: Einfach im Alltag bewusster bewegen und essen. So einfach?

Wer hat sich das nicht schon oft beim Schneeschippen gedacht: Das ist anstrengender als jeder Sport. Das gilt zumindest für die, die gewissenhaft bei Dauerschneefall Gehwege, Einfahrten und den Weg zur Mülltonne räumen. Trainingswissenschaftler Günter Hartung, der Sportler am Olympiastützpunkt in Oberstdorf berät, meint, dass langes Schneeschaufeln etwas bringt: «Mindestens eine halbe Stunde muss man schippen, damit man Fett abbaut.»

Kälte raubt Energie

Außerdem verbrauche man bei allen Tätigkeiten an der eisigen Luft kräftig Energie. Denn: Der Körper hat im Winter gut was zu tun, damit er warm bleibt. Für die Wärmeerzeugung braucht der Körper laut der Burgberger Ernährungsberaterin Brigitte Seeberger 80 Prozent der Körperenergie. Also, raus in den Schnee. Spazierengehen, Rodeln, und Schneeschuhwandern kann man meistens schon vor der Haustür.

«800 bis 1000 Kalorien verbraucht man bei einer Stunde Schneeschuhtour», sagt Hartung. Er empfiehlt, eine halbe Stunde nach dem Essen rauszugehen. «Der Vorteil ist, dass man dann keinen Hunger bekommt und einige Kalorien gleich wieder abbaut», erklärt der Trainingswissenschaftler. Er kann sich auch vorstellen, dass Schneemann bauen einen Effekt haben kann: «Dann muss man aber eine ganze Schneefamilie in Lebensgröße hinstellen», lacht Hartung.

Mit drei normalen Mahlzeiten, etwas Bewegung - wobei Eiskratzen zu wenig ist - und dem Verzicht auf süßes Gebäck und Glühwein ist man laut Hartung die Kilos wieder los.

Ernährungsberaterin Brigitte Seeberger ist der gleichen Meinung und rät von Zwischenmahlzeiten ab: «Man muss auch der Verdauung wieder etwas Ruhe gönnen.» Es ist doch so einfach.

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