Füssen
Mit dem Wind im Rücken auf Erfolgskurs

Sobald die erste leichte Brise über dem Forggensee weht, ist Florian Feneberg nicht mehr zurückzuhalten. Seine Elemente: Wasser und Luft. Denn sein Können stellt der 21- jährige beim Segeln unter Beweis. Dabei musste er zu seinem Glück erst gezwungen werden: «Anfangs hatte ich überhaupt kein Interesse am Segeln», sagt Florian. «Bis mich meine Eltern, die bereits 20 Jahre lang Mitglieder im Segelclub sind, mit den Worten Du machst das jetzt hier abgesetzt haben.» Zwölf Jahre später kann sich Florian nichts Besseres mehr vorstellen - und segelt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Welle des Erfolgs.

In diesem Jahr wurde Florian zum fünften Mal Jugendmeister des Segelclubs Füssen Forggensee und gewann zudem als Erster mit einem Laser und als Erster seiner Altersklasse überhaupt das «Blaue Band». Trotzdem ist es kein verbissener Ehrgeiz, sondern der pure Genuss am Segeln, der den Sunnyboy antreibt. «Um dauerhaft bei den großen Regatten mithalten zu können, müsste ich mir jedes Jahr ein neues Boot anschaffen. Segeln ist ein durchaus teures Hobby. Wer nach oben will, braucht immer die neueste Ausrüstung», meint Florian. Der 21-Jährige jedoch gibt sich mit seiner Ein-Mann-Jolle zufrieden. «Die hält eine Menge aus», sagt er lachend.

Weniger angesagte Sportart

Ob Segeln als richtiger Sport angesehen werden kann? «Na klar», versichert der Füssener. «Von außen betrachtet mag es vielleicht langweilig und gemütlich erscheinen, aber es ist körperliche Höchstleistung auf dem Boot.» Dass man es im Allgäu mehr mit Wintersportlern zu tun hat, merkt man, laut Florian, vor allem an der Segeltechnik. «Im Norden sind die Leute mit der Materie einfach besser vertraut.» Als angesagte Sportart unter Jugendlichen würde er seine Leidenschaft jedenfalls nicht bezeichnen. «Segeln wird generell mehr von Älteren betrieben.» Doch das hält Florian sicher nicht von seinem Hobby ab.

Der Pflegepraktikant, der im Moment noch auf einen Studienplatz für Medizin wartet, will das Segeln auch in Zukunft nicht aufgeben - und verspricht: «Ihr werdet mich auf dem Forggensee finden, so oft es meine Freizeit und der Wind zulassen.»

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