Bad Grönenbach
Mit blauem Auge durch die Krise

Mit einem blauen Auge scheint Bad Grönenbach durch die Finanzkrise zu kommen. Wie Bürgermeister Bernhard Kerler bei der gut besuchten Bürgerversammlung (wir berichteten bereits) erläuterte, sänken die Steuereinnahmen der Marktgemeinde nicht so stark, wie teilweise befürchtet worden sei.

Während vergangenes Jahr rund 2,5 Millionen Euro Gewerbesteuer in die Gemeindekasse geflossen seien, sollen es in diesem Jahr immerhin noch rund 2,1 Millionen und im nächsten Jahr noch etwa 1,85 Millionen Euro sein. «Das ist ein schmerzlicher Rückgang, aber in Anbetracht des Ausmaßes dieser Krise noch zu verschmerzen», fügte der Bürgermeister an.

Enger werde der Spielraum der Gemeinde auch im Hinblick auf die frei verfügbaren Finanzmittel. Der Überschuss aus Steuereinnahmen und zu zahlenden Umlagen belaufe sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr seien dies allerdings noch mehr als 2,3 Millionen Euro gewesen.

Belastend wirke sich auch die Verschuldungssituation aus. In den vergangenen Jahren habe sich der Schuldenstand im Bereich von mehr als sieben Millionen Euro bewegt. Dies wird sich nach Angaben des Bürgermeisters «auch in absehbarer Zeit nicht ändern». Stetig anstehende große Investitionen, wie der momentane Ausbau der Kemptener Straße, verhindern nach Ansicht von Kerler einen Abbau der gemeindlichen Schuldenlast.

Erfreulich sei ein neuerlicher Zuwachs bei den Einwohnerzahlen. Mit 5278 Bewohnern sei Bad Grönenbach nun die fünftgrößte Gemeinde im Landkreis. «Wir rechnen mit steigenden Zahlen», meinte Kerler im Hinblick auf die Übernachtungszahlen des Kurorts, die sich auf mehr als 161000 Übernachtungen summierten. Positiv mache sich dabei bereits das neu erbaute Hotel Allgäuer Tor bemerkbar, sagte Kerler.

Die Anzahl der Betten sei im Laufe eines Jahres von 684 auf nunmehr 856 gesteigert worden.

«Stark rückläufig»

Sorge bereiteten dem Grönenbacher Rathauschef dagegen die «stark rückläufigen Schülerzahlen». Um dem entgegenzuwirken, will Kerler die Hauptschule stärken und zur Mittelschule umbauen. Mit den 180 Hauptschülern in Bad Grönenbach sei das allerdings nicht zu machen. Kerler will deshalb die Nachbargemeinden mit einbeziehen. Eine Einführung der Mittelschule hält der Bürgermeister schon mit Beginn des nächsten Schuljahres für möglich.

Ein Ausblick auf das nächste Jahr beinhaltete die Planung für Sanierungsmaßnahmen am Bad Clevers und die Erstellung eines Nahwärmekonzeptes für Bad Grönenbach. Die Neugestaltung des Pausenhofes der Hauptschule soll rund 350000 Euro kosten. Bevor der 4000 Quadratmeter große Pausenhof umgestaltet werde, solle allerdings zuerst die energetische Sanierung der Turnhalle abgeschlossen werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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