Marktoberdorf
Mit Besonderheiten werben

«Im Urlaub sehnt man sich nach Ruhe, Ausgeglichenheit und Beschaulichkeit. Wer das sucht, wird sich bei uns sehr wohlfühlen. Die Mischung aus Stadt und Land, Alt und Neu sowie Natur und Kultur macht Marktoberdorf zu etwas Besonderem.» So steht es auf der Internetseite der Stadt. Um mehr Gäste anzulocken, will die Stadt mit Umlandgemeinden für die Region werben, was der Finanzausschuss sehr positiv aufnahm.

Mit Aitrang, Lengenwang, Ruderatshofen, Stötten und Unterthingau wollen die Marktoberdorfer noch in diesem Jahr einen Prospekt herausgeben, mit dem sie sich auf Messen präsentieren wollen, kündigte Sarah Michna an. Die studierte Tourismusmanagerin ist seit Anfang des Jahres bei der Stadt tätig. Es gehe darum, Kräfte zu bündeln und «stärker auf dem Markt aufzutreten» - wobei die Kooperation ein «loser Zusammenschluss» sei.

Aber das sei nur ein Teil ihrer Arbeit, bei der ihr mit Linda Bader eine Auszubildende zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit zur Seite steht. «Ich will Ansprechpartner für Vermieter, Bürger und Mitarbeiter im Rathaus sein», betonte sie. So hat sie sich unter anderem zum Ziel gesetzt, alle Vermieter persönlich aufzusuchen und sie zu fragen, wo der Schuh drückt. Dass er drückt, wurde in der Sitzung deutlich.

So gebe es über die Volkshochschule Qualifizierungsmaßnahmen für Vermieter. Doch das Interesse daran tendiere ebenso gegen Null wie die Teilnahme an einer bayerischen Woche: 64 Vermieter seien eingeladen worden, nur einer habe sich gemeldet.

Die Gründe für die mangelhafte Zusammenarbeit sah Doris Rößle (Freie Wähler) in der jüngeren Vergangenheit liegen. Doch sie und andere machten Michna Mut.

Zielgruppen herausfinden

Fast wöchentlich, sagte Michna, stehe sie in Kontakt mit dem örtlichen Touristikverein. Wichtig sei auch, überhaupt erst einmal herauszufinden, wer Interesse an einem Urlaub in Marktoberdorf haben könnte. Zielgruppendefinition nannte sie das. Denn nur so lasse sich gezielt Marketing betreiben und ein Angebotspaket schnüren.

In Planung sei ein Kinderflyer mit Vorschlägen für die Jüngsten, was rund um die Stadt alles zu entdecken ist. Ebenso müsse mehr für die Gästekarte geworben werden. Allerdings tauche da das nächste Problem auf: Das Angebot, das mit ihr wahrgenommen werden kann, sei dünn. Es betreffe nur das Hallenbad.

Ein Erfolg sei der Terminal, der seit Juni am Rathauseingang steht und über die Übernachtungsmöglichkeiten informiert. Derzeit lasse sich noch nicht sagen, ob über ihn Quartiere gebucht werden. Dabei sei die Zusammenarbeit mit den Vermietern ebenso wichtig wie beim Erfassen der Übernachtungszahlen. Diese Statistik sei unvollständig, für ein zielgerichtetes Arbeiten aber für alle unverzichtbar.

Bürgermeister Werner Himmer beschrieb Michna als «wichtige Mitarbeiterin». Den Infoterminal nannte er schon jetzt ein Erfolgsmodell. Gleichzeitig unterstrichen er und Michna die Notwendigkeit, für das Allgäu in seiner Gesamtheit zu werben. «Wir sind auf einem guten Weg, aber es dauert noch», formulierte es Michna - wobei es ihr am liebsten sein dürfte, wenn die Gäste Marktoberdorf ansteuern, um «Ruhe, Ausgeglichenheit und Beschaulichkeit» zu finden.

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