Wetter
Minusgrade im Februar - Gefühlt zu kalt, gemessen zu warm

Mit dem vergangenen Januar sind nun - aus meteorologischer Sicht - zwei Drittel des Winters vorbei. Der Januar wurde zwar vielfach als lästig, zu kalt und düster empfunden. Vielleicht, mutmaßt unser Wetterbeobachter Hans Misch, lag es an den 23 Tagen mit geschlossener Schneedecke oder an den 21 Frosttagen. Häufig gab es wegen Nebel, Hochnebel oder Schneefall schlechte Sicht. Und seit 16. November gibt es immer wieder mal Schnee, Frost oder Reif. Der Ruf nach Frühlingswetter wird immer lauter.

Tatsächlich aber war der Januar etwas zu warm. Statt minus 2,1 Grad Celsius wurden nur minus 1,3 Grad errechnet. Die Extremwerte der Temperatur bewegten sich zwischen minus 14,5 Grad (am 23. Januar) und 13 Grad (am 9. Januar). Diese Temperaturspanne bewegt sich im Raum der Normalität.

Die positive Temperaturabweichung hängt mit den relativ hohen Temperaturen zwischen 7. und 18. Januar zusammen. In dieser Phase erlebten die Kemptener eine frostfreie Verschnaufpause. An vier Tagen wurden Temperaturen über zehn Grad gemessen. Föhn und Sonnenschein sorgten für Tauwetter, im Gebirge für Lawinengefahr. Am 19. Januar hatte sich morgens eine neue zwei Zentimeter hohe Schneedecke gebildet. Sie wuchs in sechs Tagen bis auf 25 Zentimeter.

In der Nacht zum 26. Januar verursachten starke Nordwest-Winde Schneeverwehungen und Verkehrsbehinderungen. Verbreitet bildete sich blankes Eis. Am 27. Januar gefährdete gefrierendes Schmelzwasser und Nieseln mit Glatteisbildung alle Verkehrsteilnehmer. Der Januar beendete seinen winterlichen «Auftritt» mit mäßigem Frost, Eisglätte wenig Sonne und Nebel.

Der Februar hat indessen ähnlich wie der Januar den Winter mit mäßigem Frost und Nebelgebieten fortgesetzt. Der Winter hält das Allgäu noch fest im Griff. Die Durchschnittstemperatur lag in den letzten 30 Jahren zwischen minus 7,5 (1986) und plus 4,9 Grad (1990).

Man erwartet ein Monatsmittel für den Februar von minus 1,7 Grad. Seit 1986 ist der Februar 14 Mal zu warm ausgefallen. Die Sonne sollte 97 Stunden lang scheinen. Im Februar können noch minus 30 Grad gemessen werden, manchmal werden auch 15 bis 20 Grad erreicht. (mi)

 

Unter einer hohen Schichtwolke haben sich - von Süden her auf den Beobachter heranziehend - graue Lenticularis-Wolken als Schlechtwettervorboten für Schnee, Regen und starken Wind auf den Weg ins Unterallgäu auf den Weg gemacht. Vor allem im Hochgebirge ist mit Sturm und Schneetreiben zu rechnen. Foto: Hans Misch

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