Auszeichnung
Miniladen wird zum Vorzeigeprojekt

Lange Zeit hatte man in Sankt Mang getüftelt und geplant, Modelle entworfen und über die Gründung einer Genossenschaft schließlich den Schritt gewagt: Der Miniladen im Oberösch war geboren. Seit mittlerweile gut einem Jahr gibt es den kleinen Nahversorger direkt gegenüber der Bau- und Siedlungsgenossenschaft Allgäu. Jetzt bekommen die Miniladen-Macher eine dicke Anerkennung: Im Rahmen des «Preises soziale Stadt 2010» werden sie am heutigen Donnerstag in Berlin als eines von zwei bayerischen Projekten ausgezeichnet.

Alle zwei Jahre loben der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Städtetag, der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), die GBG - Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, die Schader-Stiftung und der Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung den «Preis soziale Stadt» aus. Der Wettbewerb soll das Interesse einer breiten Öffentlichkeit für die sozialen Probleme, aber auch für die vielfältigen Aktivitäten in den Stadtquartieren wach halten.

Insgesamt 178 Projekte wurden für den Wettbewerb eingereicht. Unter den 21, die schließlich eine Auszeichnung erhalten, ist auch der Miniladen im Oberösch.

Für uns ist das natürlich sehr schön», sagt Tanja Thalmeier von der BSG, die heute ebenfalls bei der Preisverleihung dabei ist: «Alles, was für den Laden eine gute Werbung ist, kann nur gut tun.» Denn wie berichtet mangelt es dem Miniladen nicht an Kunden - wohl aber an einem ausreichend hohen Umsatz.

Die Mitglieder der Jury für den «Preis soziale Stadt» hat das Konzept jedenfalls überzeugt. So heißt es in der Laudatio: «Der Miniladen schließt eine Angebotslücke in der Nahversorgung für einen Stadtteil im Soziale-Stadt-Projektgebiet.» Durch die Organisationsform Genossenschaft sei es gelungen, dass sowohl Bewohner wie die im Stadtteil tätige Wohnungsgesellschaft Verantwortung für den Laden übernahm. Das Modell sei - sowohl was die Prozessgestaltung des Projekts wie das Ergebnis angeht - übertragbar auf andere Räume.

Bei der Preisverleihung heute in Berlin haben die Verantwortlichen noch einmal Gelegenheit, ihren Miniladen selbst vorzustellen. Und sie sind natürlich mächtig stolz: Schließlich bekommen von den 178 für den Wettbewerb eingereichten Projekten nur 178 eine Auszeichnung. Und was gibt es als Preis? Laut den Veranstaltern werden Urkunden vergeben und - wie im Fall des Miniladens - gibt es Anerkennungen für «Initiativen mit herausragenden Einzelthemen». Zudem werden die ausgezeichneten Projekte öffentlich bekannt gemacht. BSG-Prokuristin Tanja Thalmeier dazu: «Natürlich hätte dem Miniladen eine Finanzspritze nicht schlecht getan. Aber an dem Projekt haben so viele Menschen so lange gerödelt - da ist es einfach schön, wenn das öffentlich anerkannt wird.»

 

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