Kleinwalsertal
Milliardenschwindel kommt vor Gericht

Anklage erhoben hat die Staatsanwaltschaft Feldkirch (Vorarlberg) jetzt gegen zwei Männer, die im Januar versucht haben, Blüten im Wert von 202 Millionen US-Dollar in einer Bank in Euro umzutauschen. Die zur Tatzeit 51 und 45 Jahre alten mutmaßlichen Täter müssen sich vor dem Landesgericht Feldkirch wegen versuchten schweren Betrugs sowie Geld- und Urkundenfälschung verantworten. Insgesamt ging es um einen Wert in Milliardenhöhe. Den Tätern drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis, sagt Gerichtssprecher Reinhard Flatz.

Die Nordrhein-Westfalen hatten wie berichtet rund 500 Millionen US-Dollar in Form gefälschter Banknoten und Silber-Zertifikate in eine Kleinwalsertaler Bank gebracht. 202 Millionen davon wollten sie laut Polizei in ein Depot einzahlen und den Gegenwert in Euro kassieren. Den Betrag legten sie unter anderem in Form nicht auf dem freien Markt existierender Banknoten mit dem Aufdruck «1 Million US-Dollar» vor.

Weiter hatten sie gefälschte Geldscheine im Wert von 288 Millionen US-Dollar sowie einen Lagerschein über 1000 Silber-Zertifikate im Wert von je einer Million US-Dollar bei sich, die sie vermutlich später ebenfalls in echte Euro wechseln wollten.

Insgesamt stellte die Polizei Falschgeld in Höhe von 487 Millionen US-Dollar, drei Silber-Zertifikate über drei Millionen US-Dollar und den Lagerschein für die 1000 Zertifikate sicher (Gesamtwert: rund 1,5 Milliarden US-Dollar).

Aufgeflogen waren die mutmaßlichen Betrüger, weil in der Bank bereits im Herbst 2008 ein gefälschtes Zertifikat aufgetaucht war. Zudem sprachen sie von einer Erbschaft, die sie nicht belegen konnten. Das machte die Mitarbeiter stutzig. Sie ließen die Wertpapiere prüfen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um Fälschungen handelt.

Nach der Festnahme landete der 45-Jährige in der Justizanstalt Feldkirch, der 51-Jährige in der Klinik Immenstadt. Der Mann war noch in der Bank mit Herzbeschwerden zusammengebrochen. Die Ärzte stellten jedoch keine Erkrankung fest. Er wurde in Kempten dem Haftrichter vorgeführt, wenig später aber nach Österreich ausgeliefert. Dort sitzt er laut Gerichtssprecher Flatz in Untersuchungshaft. Der 45-Jährige befindet sich auf freiem Fuß. Beide Männer sind einschlägig vorbestraft. Verhandelt wird der Fall in Österreich, weil dort auch der Tatort war.

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