Bundeswehr
Militär und Kommunalpolitik hoffen auf Erhalt des Regiments in Kempten

Die Sorge um den Fortbestand des Bundeswehr-Standorts Kempten treibt Militärs genauso um wie die Kommunalpolitiker. Dies wurde gestern beim Neujahrsempfang der Bundeswehr im Fürstensaal der Residenz deutlich. Oberstleutnant Andreas Steinert und Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer verwiesen vor zahlreichen Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik und öffentlichem Leben auf die lange Tradition Kemptens als Garnisonsstadt und die herzliche Einbindung der Soldaten in der Allgäuer Bevölkerung.

Standortältester Steinert vertritt zurzeit Oberfeldarzt Dr.Frank Hengstermann, der in Afghanistan im Einsatz ist. Das Gebirgssanitätsregiment 42 Allgäu hat bisher keine Gefallenen aus den aktuellen Aufträgen am Hindukusch oder auf dem Balkan zu betrauern. Die Gäste teilten mit dem stellvertretenden Kommandeur die Hoffnung, dass dies trotz der risikoreichen Aufgaben so bleiben möge. Viele bekundeten ihre Solidarität mit der Truppe durch gelbe Ansteckschleifen.

Die enge Verbindung der Soldaten zur zivilen Gesellschaft könne durch die Aussetzung der Wehrpflicht in Gefahr geraten, fürchtete Steinert. Gerade in Kempten wäre dies besonders tragisch: «Im Allgäu ist die Welt für uns Soldaten in Ordnung. Unsere Familien sind willkommen und integriert, sie fühlen sich an- und aufgenommen.

» Reine Kaffeesatzleserei sei allerdings bislang, wie es um die Zukunft der Sanitätsregimente steht: «Wir hoffen, dass eines auch künftig in Kempten sein wird.» Bestens etabliert sei mittlerweile auch das Familienbetreuungszentrum Kempten. Rund 700 Angehörige der Einsatzsoldaten aus der Region haben diverse Veranstaltungen besucht.

Teil der Arbeit sei daneben die professionelle Begleitung der Einsatzfamilien durch das psychosoziale Netzwerk. Nicht zu unterschätzen sei daneben die Arbeit des Fachsanitätszentrums am Haubensteigweg mit seinen rund 100 Mitarbeitern.

«Soldaten immer willkommen»

Auf diverse Veränderungen in Struktur und Aufgaben der Bundeswehr in den vergangenen Jahrzehnten wies Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer hin. Nichts sei so beständig wie der Wandel. Als «feststehend» sieht der Rathauschef jedoch an, «dass die Soldaten am Standort Kempten immer willkommen waren und sind». Netzer lobte den Beitrag der Sanitäter in den Krisengebieten als wichtigen Beitrag für Frieden und Freiheit: «Ein gefährlicher Dienst, dem höchster Respekt zu zollen ist.»

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