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Michaela Laupheimer aus Heimenkirch beginnt FSJ bei TV Lindenberg

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Sport hat weiterhin Zukunft. Das Bundesfamilienministerium hat seine kürzlich geäußerten Pläne, die Förderung eines FSJ an die Besetzung der Stellen mit Bundesfreiwilligen zu koppeln, wieder zurückgenommen und angekündigt, diese auch nicht weiter zu verfolgen. Das wäre gleichbedeutend mit einer schrittweisen Abschaffung des FSJ im Sport gewesen.

<< Das hätte uns sehr weh getan >>, bekennt Michael Waldhäuser, 2. Vorsitzender der Bayerischen Sportjugend im Bayerischen Landessportverband (BLSV). Und auch Birgit Köb, Geschäftsführerin des TV Lindenberg, sagt ganz klar: << Uns wäre es eine große Lücke. Junge Leute können ganz anders mit Kindern als ältere. >>

Der TV Lindenberg bietet seit einigen Jahren eine FSJ-Stelle an. Am 1. September hat Michaela Laupheimer ihren Dienst angetreten. Die 19-Jährige aus Heimenkirch ist eine von etwa 300 Freiwilligen im Bereich Sport bayernweit und will das Jahr nutzen, um herauszufinden, ob ihr Berufswunsch Grundschullehrerin auch das Richtige für sie ist.

<< Ich will schauen, wie ich mit Kindern klar komme >>, sagt die Abiturientin, die nach Möglichkeit später gerne in Weingarten studieren möchte. Sie ist froh, die FSJ-Stelle beim TVL bekommen zu haben, für die sie sich im Mai beworben hatte.

Denn für sie sei immer schon klar gewesen, dass sie die erste Zeit nach der Schule zur beruflichen Orientierung nutzen möchte. Weil eine Freundin bereits ein FSJ beim TV Lindenberg absolviert hatte, ist sie auf diese Stelle aufmerksam geworden.

Reich wird sie dadurch nicht: Ein FSJ wird mit 300 Euro Taschengeld bei Weiterzahlung des Kindergeldes vergütet. Dies wird zum Teil vom Verein bezahlt, aber auch von der Bayerischen Sportjugend kofinanziert. Zudem bietet das FSJ Fortbildungsmaßnamen und basiert auf spezielle Bildungskonzepte.

Michaela Laupheimer beispielsweise absolviert seit Donnerstag in Neu-gablonz (Ostallgäu) einen Lehrgang zum Übungsleiter C und muss den großen Erste-Hilfe-Kurs bestehen.

Beim TV Lindenberg, der mit über 1500 Mitgliedern (ein Drittel davon ist unter 14 Jahren alt) in fast 20 Abteilungen einer der größten Vereine im Landkreis Lindau ist, wird die FSJlerin in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden: Mittagsbetreuung an Grund- und Mittelschule, Betreuung des Bambischwimmens, Kindergartensport, aber auch Einblicke in die Verwaltung und Organisation des 1858 gegründeten Vereins.

Vor allem auf die Arbeit mit Kindern freut sich Michaela Laupheimer, die selbst vielseitig sportlich aktiv ist: Früher hat sie Leistungsturnen und Leichtathletik betrieben, jetzt spielt sie Fußball in der Abwehr des TSV Heimenkirch und fährt im Winter Ski.

Dass sie viel Zeit im Hallenbad verbringen wird, sieht die 19-Jährige als Herausforderung: << Schwimmen im Verein habe ich noch nicht gemacht, aber ich mache das gern >>, sagt sie.

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