Memmingen
Michael Jackson: Einsatz im Kosovo

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Wer hätte gedacht, dass Michael Schumacher in Lautrach seine Runden mit einem Traktor dreht, Thomas Mann in Dickereishausen Schreinerarbeiten erledigt und Michael Jackson im Kosovo stationiert ist? Nein, nicht der Rennfahrer, der Schriftsteller und der Sänger sind hier gemeint, sondern Memminger und Unterallgäuer, die den gleichen Namen tragen, wie prominente Persönlichkeiten.

«Freunde und Bekannte schmunzeln oft über meinen Namen», sagt Michael Schumacher. Der 76-jährige Landwirt hat mit seinem Namen schon so einiges erlebt. «Einmal hat jemand angerufen und gefragt, ob ich der richtige Michael Schumacher bin», erinnert sich Schumacher. Und auch wenn er zu Arztbesuchen oder irgendwo anders hinkomme, heiße es immer «der berühmte Schumacher besucht uns oder heute haben wir einen prominenten Gast». Der Lautracher selbst ist ein großer Michael-Schumacher-Fan. Am Fernseher habe er früher alle Rennen des heute 40-jährigen Ex-Formel-1-Stars gespannt verfolgt und sich gefreut, dass er solch einen berühmten Namen trägt.

«Etwas stolz bin ich schon»

Auch Thomas Mann aus Dickenreishausen hat mit seinem Namen bisher nur gute Erfahrungen gemacht. «Manchmal werde ich angesprochen, ob ich in meiner Freizeit auch dichte und Bücher schreibe», erzählt der 46-Jährige, der für Geburtstage tatsächlich manchmal zur Feder greift und kleine Sprüche verfasst. Außerdem lese er die Bücher des gleichnamigen Schriftstellers und schaue sich Filmmaterial über ihn an, denn «etwas stolz» sei er auf seinen Namen schon. «Ich habe auch festgestellt, dass einige Kunden im Branchenbuch gerade auf meine Schreinerei aufmerksam geworden sind, weil sie den Schriftsteller Thomas Mann gut fanden», fügt er hinzu.

«Es werden immer wieder lustige Späße gemacht, aber sonst lässt es sich mit dem Namen eines Popstars ganz gut leben», sagt Michael Jackson, dessen Name genauso ausgesprochen wird, wie der des US-amerikanischen Sängers. Seine Eltern hätten ihn aber nicht bewusst so genannt, erzählt der 24-Jährige weiter. Im täglichen Leben müsse er sehr oft den Ausweis vorzeigen, weil ihm niemand seinen Namen glaube. Auch wenn er in Katalogen oder im Internet etwas bestellen möchte, würden die Firmen nochmals bei ihm anrufen und nachfragen, ob er wirklich so heiße oder sich einen Spaß erlaubt habe.

«Wenn ich neue Leute kennenlerne, glaubt mir anfangs niemand, dass ich so heiße», bemerkt der Tannheimer, der sich derzeit auf einem Bundeswehreinsatz im Kosovo befindet.

Sein Spitzname gehe aber nicht auf den Popmusiker zurück», denn statt «Jacko» heiße er «Jacky». «Allgemein bin ich mit meinem Namen zufrieden, sonst hätte ich ihn schon längst geändert», so Jackson.

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