Geschichte
Memminger Stadtgespräche Teil 2: Arbeiten, Wohnen und Einkaufen

Staunende Blicke und überraschte Gesichter waren auch beim zweiten Teil der 'Memminger Stadtgespräche' zu sehen. Diesmal ging es im vollen Antoniersaal um die Themen Arbeiten, Wohnen und Einkaufen. Die Vortragsreihe der Volkshochschule und des Historischen Vereins behandelt das Leben in Memmingen in den 1950er und 1960er Jahren. Entsprechende Daten und Bilder hatten im Vorfeld Stadtarchivar Christoph Engelhard und Vhs-Leiter Michael Trieb gesammelt.

Beim zweiten 'Stadtgespräch' erfuhren die Zuhörer zum Beispiel, dass es 1955 in Memmingen rund 80 Lebensmittelläden gab, und zwar 40 innerhalb des Altstadtrings und noch mal so viele außerhalb. Die meisten davon boten damals noch einen Lieferservice an.

Daneben steuerte Firmeninhaber Werner Eberhardt Bilder und Geschichten, aber auch eine höchst interessante Urlaubs-Abrechnung aus dem Archiv von Folien-Leeb bei. Er wusste Details aus den Anfangsjahren der Firma bis heute zu berichten. Bilder der Firmen Stehle (Maschinenbau), Metzeler-Schaum oder aus den Sparkassenbüros der 1950er Jahre wurden von früheren Mitarbeitern oder auch deren Kindern vorgestellt.

Ansturm auf Kaufhaus X

Sehenswert auch die Bilder von der rappelvollen Kalchstraße, als das Kaufhaus X nach einem Umbau und dem Einbau einer Rolltreppe wieder öffnete. Es war die erste Rolltreppe in Memmingen. Auch auf die Anfänge der Bekleidungshäuser Zorn, Allgöwer und Schedel wurde beim 'Stadtgespräch' zurückgeblickt.

Josef M. Lang, Chef der Siebendächer Baugenossenschaft in Memmingen, erinnerte bei der Veranstaltung an Hochbauten, die nach dem Krieg noch allesamt ohne Kran vonstatten gingen. Mit Blick auf den Memminger Westen erinnerte Lang auch an den Bau des 'Hochhauses', das eines von vielen Projekten gewesen sei, mit dem der große Bedarf nach Wohnraum gedeckt werden sollte.

Flüchtlingssiedlungen

Im Osten der Stadt entstanden Flüchtlingssiedlungen entlang der damaligen Künersberger Straße, die heute Münchner Straße heißt. Sie lösten unter anderem die so genannten Stalag-Baracken ab. Zu sehen waren auch Bilder von Eisenbahnwaggons, die als Behelfsunterkünfte dienten – die Containersiedlungen der Nachkriegszeit.

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