Bilanz
Memminger Kriminalpolizei blickt zurück auf 2010 - 75 Prozent der Taten aufgeklärt

Die Zahl der Straftaten ist im vergangenen Jahr gestiegen: 733 Delikte registrierte die Memminger Kriminalpolizei - das sind 7,3 Prozent mehr als im Jahr 2009. «Das muss aber nicht heißen, dass die Menschen schlechter geworden sind», sagt Kripochef Wolfgang Sauter. «Sondern die Zahlen hängen stark davon ab, ob die Fälle angezeigt werden.» Der Zuständigkeitsbereich der Kripo umfasst die Stadt Memmingen, den Landkreis Unterallgäu und den südlichen Kreis Günzburg. Als eigenes Kommissariat angegliedert ist der Kriminaldauerdienst, der im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West unterwegs ist.

Die Kripo meldet eine gestiegene Aufklärungsquote: von 68,1 Prozent im Jahr 2009 auf 75,3 Prozent in 2010. Das heißt, dass die Memminger Kriminalpolizei mehr als drei Viertel aller Taten klären konnte. Bei der Rauschgiftkriminalität lag die Quote sogar bei 98,1 Prozent. Die Zahl der Rauschgift-Delikte hat sich 2010 fast verdoppelt: von 53 Fällen im Jahr 2009 auf 103. Es gab in Memmingen im vergangenen Jahr aber keinen Rauschgift-Toten. Im Jahr 2009 war ein Mensch an den Folgen seiner Sucht gestorben.

Weniger Brandstiftungen

Abgenommen hat auch die Zahl der Brandstiftungen - und zwar um mehr als die Hälfte: sie sank von 31 auf 13 Fälle.

Auch bei den angezeigten Einbrüchen gibt es eine leicht rückläufige Tendenz: 2010 wurde im Zuständigkeitsbereich der Kripo 34 Mal in Wohnungen oder Häuser eingebrochen - 2009 hatte die Kripo noch 37 Fälle registriert.

Dagegen hat die Zahl der Raubdelikte leicht zugenommen: um drei Fälle von elf auf 14. Gestiegen ist auch die Zahl der Betrugsdelikte (von 141 auf 153). Allerdings weist Sauter darauf hin, dass die Entwicklung gerade in diesem Bereich auch davon abhänge, wie viele Opfer sich dazu entschließen, die Taten anzuzeigen. Gleiches gelte beim sexuellen Missbrauch von Kindern. Häufig würden die Fälle erst Jahre nach der Tat gemeldet, so Sauter. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Anzeigen bei 32. Das sind elf mehr als 2009. Insgesamt war die Zahl der Sexualstraftaten aber leicht rückläufig: Sie ist von 86 in 2009 auf 81 gesunken.

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