Spende
Memminger Firma Gefro unterstützt Hilfslieferungen in Hungergebiete in Afrika

Wer hungert, braucht Essen. Das ist zunächst logisch und richtig, aber ganz so einfach ist es nicht: Nach langen Hungerphasen, wie sie die Bevölkerung Ostafrikas derzeit erleidet, muss der Körper erst wieder langsam an eine normale Ernährung gewöhnt werden. Für diesen Übergangsprozess bieten sich zum Beispiel Suppen an. Das bringt die Gefro Reformversand Frommlet KG in Memmingen und eine Lebensmittelspende im Wert von 330000 Euro ins Spiel.

Gut verträglich

<< Unsere Suppen sind gut verträglich und eignen sich für die Erstversorgung ausgemergelter Menschen >>, sagt Firmeninhaber Thilo Frommlet. Die Idee für die Aktion << Suppe für Afrika >> hatte er durch einen Fernsehbericht über die Hungersnot dort. << Die Bilder haben uns sehr geschockt >>, berichtet er. << Also haben wir überlegt, was wir tun können und Suppen können wir nun mal am besten. >>

Frommlets Schwager und Prokurist des Unternehmens, Bernhard Fischer, nahm Anfang vorletzter Woche Kontakt zur Kaufbeurer Hilfsorganisation Humedica auf. Anschließend war Tempo gefragt, denn der erste Hilfsflug startete bereits am 30. Juli von München aus nach Kenia. Der nächste ist für Ende dieser Woche geplant.

An Bord der Maschinen: insgesamt 20000 Kilogramm klare Gefro-Trockensuppe verpackt in 25-Kilo-Säcken. << Daraus lassen sich eine Million Liter machen. Das entspricht vier Millionen Tellern >>, sagt Frommlet. Weiter liefert Gefro 5000 Kilogramm Magermilchpulver (Einzelspende von Familie Fischer), 10000 handelsübliche 250-Gramm-Dosen Suppe (die Verpackungen werden laut Frommlet als << Geschirr >> benötigt) und 10000 Kilogramm Kartoffelsuppe für 680000 Portionen. << Die ist sehr nahrhaft. Ein Teller versorgt eine Person zur Not für einen ganzen Tag >>, sagt Frommlet. Außerdem ließen sich die für Afrika ausgewählten Produkte bei fehlenden Kochmöglichkeiten auch kalt zubereiten.

Um die großen Mengen rechtzeitig auf den Weg zu bringen, waren Sonderschichten nötig. Rund eine halbe Woche arbeiteten die Gefro-Mitarbeiter 50 Prozent mehr. << Alle haben mitgezogen. Da ging ein toller Teamgeist durch den Betrieb >>, berichtet Frommlet. Aber es sei auch anstrengend gewesen. Zum Beispiel sei der Markt für das zugekaufte Magermilchpulver derzeit wie leer gefegt. Viele Hersteller bunkern es bereits für das weihnachtliche Schokoladengeschäft und viele Telefonate waren nötig, um die 5000 Kilogramm zu bekommen.

Größte Hilfsaktion der Firma

Für die Firma Gefro ist die Suppenspende Neuland. Sie engagiert sich zwar schon seit Jahren mit einem Etat von jährlich 40000 bis 60000 Euro für wohltätige Zwecke - darunter immer wieder Spenden an Humedica. Die Aktion << Suppe für Afrika >> aber sei bisher einzigartig und die größte Hilfsaktion in der fast 90-jährigen Firmengeschichte.

<< Hauptziel ist, unsere wertvollen Produkte dahin zu bringen, wo man sie braucht >>, sagt Frommlet. << Als Nebenziel wollen wir mit unserem Engagement ein Vorbild für andere Unternehmen sein und sie aufrütteln, ebenfalls zu helfen. >>

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