Tierheim
Memmingens Oberbürgermeister Holzinger empfängt Ausbildungsabsolventinnen des Tierheims

Es geht nicht nur darum, Tiere zu streicheln und zu füttern, sondern die Ausbildung zum Tierpfleger ist mit großem körperlichem Einsatz verbunden. Ihre Lehre im Memminger Tierheim mit einem Einserschnitt abgeschlossen haben Daniela Wohnhas und Svenja Schmidt. Sie wurden deswegen von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger ihäfelem Rathaus empfangen.

'Angst gegenüber aggressiven Hunden darf man nicht zeigen', erzählen die beiden erfolgreichen Absolventinnen im Amtszimmer des Memminger Oberbürgermeisters über ihren anspruchsvollen und umfangreichen Ausbildungsberuf. Außerdem braucht man als Tierpfleger eine große Ausdauer bei der Erziehung von Vierbeinern und darf auch vor schmutzigen Arbeiten wie dem Ausmisten und Desinfizieren von Tierunterkünften nicht zurückschrecken, wie die beiden schildern.

'Natürlich gehören auch Wochenend- und Feiertagsarbeit genauso selbstverständlich dazu wie das Beherrschen von kaufmännischen Grundlagen, die Organisation des Betriebes oder Kenntnisse in Tarif- und Arbeitsrecht', erklärt der Vorsitzende des Memminger Tierschutzvereins, Stadtrat Wolfgang Courage, der froh ist, die beiden Ausbildungsabsolventinnen übernehmen zu können: 'Momentan ist es finanziell möglich', sagt Courage. 'Ich hoffe, dass ich sie auch in den kommenden Jahren halten kann.'

21 Hunde sowie etliche weitere große und kleine Tiere sind derzeit im Memminger Tierheim am Vogelsbrunnen untergebracht. 'Wir sind voll ausgelastet', erzählen die 24-jährige Svenja Schmidt und die 22-jährige Daniela Wohnhas. 'Leider haben wir gerade einige Hunde da, die schwer vermittelbar sind.' Weil es aber nicht das Ziel der Mitarbeiter ist, die Bewohner auf Dauer im Tierheim zu halten, spielt auch eine gekonnte Öffentlichkeitsarbeit, die Vermittlung von Tieren sowie die Kommunikation mit Kunden und Besuchern eine wesentliche Rolle in diesem Beruf, wie Courage hervorhebt.

Im Jahr 2014 waren im Memminger Tierheim 54 Hunde, 389 Katzen und 171 Kleintiere in Obhut. Zusammen mit den Pensionstieren, die nur vorübergehend im Heim untergebracht waren, hielten sich insgesamt 789 Tiere beim Memminger Tierschutzverein auf. Gründe für die Abgabe von Tieren waren häufig Platzmangel, Trennung, Kindernachwuchs, Allergien oder Umzug.

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