Bergbahn-Pläne
Mehrheit im Gemeinderat für Modernisierung am Ifen

Hier hatte alles begonnen. Im Walserhaus in Hirschegg war im Dezember vergangenen Jahres das Projekt zur Modernisierung des Ifen-Skigebietes erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Jetzt stimmten die Gemeindevertreter an gleicher Stelle - wieder war der Saal voll - für eine Erneuerung der veralteten Bergbahnen und einer Beschneiungsanlage. Das Alpbord darf in reduziertem Ausmaß bebaut werden und es soll einen Sommerbetrieb geben. Zunächst soll das Ifen-Skigebiet mit den Talliften verbunden werden, erst dann soll die Entscheidung über eine Verbindungsbahn zum Walmendigerhorn fallen.

Es wurde - wie von Friedrich Keßler (Freie Walser Bürgerliste) beantragt - geheim und schriftlich abgestimmt. << Den Gemeindevertretern sollte ein Spießrutenlauf erspart bleiben >>, sagte Keßler. Der Antrag fand eine Mehrheit. Geheime Abstimmungen sind in der Bayerischen Gemeindeordnung nicht vorgesehen, in Österreich ist das möglich.

Hatte es für die Panoramabahn bei der ersten Vorstellung noch Beifall gegeben, war vor allem dieser Teil des Konzepts in den vergangenen Wochen und Monaten heftig diskutiert worden. << Die Bahn würde das Schwarzwassertal zerschneiden >>, kritisierte Elmar Grabherr (Offene Bürgerliste und Volkspartei Kleinwalsertal). Der Gemeindevertreter, der zugleich Vorstandsmitglied des Landschaftsschutz-Vereins ist, lehnte einen Sommerbetrieb bis zum Alpbord ab. << Im Winter ist auch der Standort auf dem Alpbord von öffentlichem Interesse >>, sagte Grabherr.

<< Das stelle ich aber für den Sommerbetrieb sehr stark in Zweifel. >> In der Region gebe es bereits ausreichend Bergbahnen mit einem Sommerbetrieb. Dem widersprach Erich Heim (FWB): << Wir müssen auch älteren Gästen ermöglichen, das Juwel Ifen zu erleben. >>

<< Was schützenswert ist, sollte von Fachleuten entschieden werden >>, sagte Susanne Kerwell (FWB). Sie habe Vertrauen in die Landesbehörden, die über die Genehmigung entscheiden. << Moderne Aufstiegshilfen sind für unsere Kunden notwendig >>, erklärte Markus Kessler (FWB). In die gleich Kerbe schlug auch Vize-Bürgermeister Matthias Bischof (Initiative Pro Kleinwalsertal): << Ich kann mir einen Sommerbetrieb sehr gut vorstellen. >>

<< Wir freuen uns über die positive Entscheidung für eine Modernisierung des Ifen >>, teilte Bergbahn-Chef Augustin Kröll nach der Sitzung mit. Die Verantwortung für die Skiwege und die Verbindungsbahn zum Skigebiet Heuberg/Parsenn liege bei der Gemeinde. Wie es jetzt weitergeht, lässt Kröll offen: << Da die Panoramabahn in unserem Konzept eine wichtige Rolle spielt und die Gemeindevertretung keine Entscheidung dazu getroffen hat, ist es notwendig, die weitere Vorgehensweise in den internen Gremien zu besprechen. >>

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen