Allgäu
Mehr Tote auf Allgäuer Straßen

In diesem Jahr sind bis Anfang September auf den Allgäuer Straßen bereits mehr Menschen ums Leben gekommen als im gesamten Jahr 2008. Als «traurig und erschreckend» bezeichnete Polizeisprecher Christian Owsinski die Bilanz.

Bislang sind im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West 56 Menschen tödlich verunglückt. Im Vorjahr verzeichnete die Polizei mit 55 Verkehrsopfern noch die niedrigste Zahl seit Jahrzehnten. Die Gründe zu finden für den «dramatischen Anstieg» der Verkehrsopferzahl fällt laut Polizeisprecher Owsinski schwer. «Es gibt weder eine Häufung auf bestimmten Strecken noch in einer Altersklasse.» Auffällig ist jedoch, dass die Landkreise Unterallgäu mit zwölf Toten und Neu-Ulm mit zehn Toten besonders stark betroffen sind - für Neu-Ulm bedeutet dies einen Anstieg um 66 Prozent.

Hauptunfallursache ist laut Owsinski das Abkommen von der Fahrbahn: durch Fahrfehler, zu hohes Tempo, Unaufmerksamkeit sowie Alkohol und Drogen. Ein Großteil der tödlichen Unfälle ereignete sich außerhalb von geschlossenen Ortschaften. Als «große Risikogruppe» gelten weiterhin die Zweiradfahrer. 13 Motorradfahrer verunglückten heuer bereits tödlich. Zudem stieg die Zahl der getöteten Radfahrer um 66 Prozent: Bereits zehn Radler kamen heuer bereits ums Leben. Acht der Verunglückten trugen keinen Fahrradhelm.

Verstärkte Kontrollen

Aufgrund der vielen tödlichen Verkehrsunfälle verstärkt die Polizei seit einigen Tagen ihre Verkehrskontrollen. Schwerpunkte sind besonders die Geschwindigkeitsüberwachung und die Kontrolle von Zweiradfahrern. Erste Ergebnisse liegen vor. So erwischte die Polizei im Westallgäu mehrere Motorradfahrer, die die erlaubte Geschwindigkeit «massiv» überschritten. Ein Motorradfahrer wurde auf einer Bundesstraße mit Tempo 200 gemessen statt erlaubter 100 Stundenkilometern. «Diese Leute überschreiten ganz bewusst die erlaubte Geschwindigkeit. Da hilft keine Belehrung. Dieses Klientel erreicht man nur über den Geldbeutel und Fahrverbote», sagte Polizeisprecher Owsinski. In Kürze erhält das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West laut Owsinski eines der neu eingeführten digitalen Gescheindigkeits-Messgeräte.

Kleiner und technisch deutlich verbessert soll es im Kampf gegen Temposünder helfen.

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