Renovierung
Mehr Platz zum Spielen

Der Kaufbeurer Kindergarten Heilige Familie soll renoviert werden. Bei ihrer jüngsten Sitzung waren sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses einig, die derzeitige Anzahl von 55 Betreuungsplätzen als «bedarfsangemessen» einzustufen. Stimmt der Stadtrat dieser Empfehlung im Januar zu, wird es wohl zum Umbau der Räumlichkeiten kommen.

Der Kindergarten ist mit einer Fläche von 196 Quadratmetern vergleichsweise klein. Es fehlen Nebenräume, ein Personal- und ein Mehrzweckraum. Außerdem ist der Eingangsbereich sehr beengt. Aufgrund dieser Mängel befürchtet das Jugendamt, dass der Kindergarten die im Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz festgeschriebenen Bildungsziele nicht realisieren kann. Laut Werner Maurer, dem stellvertretenden Leiter der städtischen Abteilung Kinder, Jugend und Familie, sind die Räumlichkeiten des Kindergartens so begrenzt, dass die Einrichtung Schwierigkeiten hat, ihren Bildungsauftrag zu erfüllen.

Überdies rechnet Maurer nicht damit, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen in den kommenden Jahren abnehmen wird: Nach dem Kinderförderungsgesetz haben Eltern ab Sommer 2013 einen Rechtsanspruch darauf, dass ihre Kinder ab dem ersten Lebensjahr einen Platz im Kindergarten bekommen. «Es gibt eine Altersöffnung der Kindergärten», sagte der Jugendschutzbeautragte der Stadt. Träger der Einrichtung ist die katholische Kirche. Ein Drittel der Renovierungskosten wird die Kirche selbst bezahlen müssen. Den Rest übernimmt die Kommune, die auf staatliche Finanzhilfen hoffen kann. Laut Florence Landry liegen die Umbaukosten bei über einer Millionen Euro. Der Kindergarten wurde 1972 gebaut. Bisher sind aber nur Fenster und Toiletten ausgetauscht worden, sagte die Leiterin des Kindergartens auf Nachfrage der AZ.

Die Einrichtung befindet sich im Kaufbeurer Norden. Ein weiterer Grund für den Ausbaubedarf geht auf die Bevölkerungsentwicklung in diesem Stadtteil zurück: Derzeit leben dort noch viele ältere Bürger. Bald werde sich aber ein Generationenwechsel vollziehen, so Maurer. Durch den Zuzug junger Familien werde der Bedarf an Betreuungsplätzen nicht abnehmen, sondern auf dem derzeitigen Niveau verbleiben.

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