Kempten
Mehr Geld für Bildung und Soziales

Erheblich verbessert hat sich die Finanzlage bei den Stiftungen, die die Stadt verwaltet (wir berichteten). Das bedeutet, dass höhere jährliche Ausschüttungen möglich sind. Um den Stiftungsgedanken mehr in die Öffentlichkeit zu tragen, sollen Stiftungsmittel ab einer Höhe von über 5000 Euro künftig öffentlich vergeben werden. Den Anfang machte die Stadt mit der Dr.Rudolf-Zorn-Stiftung. 40800 Euro stehen heuer aus dem Vermögensertrag zur Verfügung.

Über die positiven Entwicklungen bei den Stiftungen hatte Helmut Dreher, Leiter des Stiftungsamts der Stadt, kürzlich erneut im Haupt- und Finanzausschuss berichtet. Demnach stehen durch Erbschaften und Nachlässe in einigen Stiftungen mittlerweile größere Geldbeträge zur Verfügung. Allein in die Dr.Rudolf-Zorn-Stiftung flossen zuletzt rund zwei Millionen in das zu erhaltende Grundkapital.

Über die Vergabe der Erträge entscheidet jeweils der Haupt- und Finanzausschuss. Zuvor wird in Fachgremien beraten, welche Projekte als förderungswürdig im Sinne des jeweiligen Stifters sind. Gelder gehen unter anderem in die allgemeine Wohltätigkeit oder in den sozialen und Bildungsbereich. So erhielten die drei Kemptener Gymnasien heuer einen Teil der Überschüsse für schulische Vorhaben. Begünstigt wurden daneben etwa Stadtjugendring, Musikschule und Stadtbibliothek.

Bei der Übergabe der Stiftungszertifikate erinnerte Oberbürgermeister Dr.Ulrich Netzer an Dr.Rudolf Zorn, der Zeit seines Lebens mit der Stadt in Verbindung blieb. Karriere machte der Jurist und Volkswirt als Bayerischer Wirtschafts- und später Finanzminister, sowie als Direktor des Sparkassen- und Giroverbands. Als Schriftsteller war er ebenfalls erfolgreich. Nach dem Tod von Dr. Renate Zorn floss das Vermögen in den Grundstock der Zornschen Stiftung ein.

Ausschüttungen jenseits von 5000 Euro gibt es beispielsweise auch von protestantischer Waisenhausstiftung, Stipendienstiftung und Georg-Deuringer-Stiftung.

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