Marktoberdorf
Mehr Farbe, mehr Licht, mehr Nutzer

Das Problem: Die Tiefgarage am Rathaus soll besser genutzt werden. Um dies zu erreichen, soll sie attraktiver gestaltet werden. Vier Architekturbüros - zwei aus Marktoberdorf und zwei aus München - beschäftigten sich in der offenen Planungswerkstatt einen Tag lang mit diesem Thema und stellten gleich anschließend ihre Vorschläge vor. Sie reichten von farblichen Gestaltungen über eine optimierte Beleuchtung bis hin zu leichten baulichen Veränderungen. Vorgabe war, mit minimalen Mitteln eine maximale Wirkung zu erzielen. Interessierte Bürger und Bürgerinnen konnten den Planern zusehen. Aber sehr wenige nahmen diese Gelegenheit wahr.

«Weniger Außenparkplätze»

Als Eckpfeiler seines Verbesserungs-Entwurfs schlägt Architekt Peter Haimerl/München unter anderem vor, die Einfahrt («Ich habe sie kaum gefunden») angenehmer und offener zu gestalten. Er würde die Seitenbegrenzungen absenken, die Schranke abbauen und die Außenparkplätze abschaffen. Der Einfahrtsbereich könnte so gleichzeitig zum Beispiel als Kulturplattform genutzt werden. Mit Hilfe von trichterförmigen Stützen würde er die Garage durch die Decke natürlich belüften und gleichzeitig eine Solaranlage auf diese sogenannten «Pilzstützen» installieren. Im Innern schlägt er eine großzügige Deckenbeleuchtung mit LED-Lampen vor.

Neuer Platz für Maibaum?

Zdenek Kolar/Marktoberdorf bezweifelte zwar, dass mit einer «Schönheitsoperation» der gewünschte Erfolg unweigerlich komme. Denn in Marktoberdorf sei es nicht so schwierig, andere Parkplätze zu finden. Dennoch hatte auch er mehrere Verbesserungsvorschläge parat. Zur Steigerung der Attraktivität schlug er einen vom Rathaus abgekoppelten separaten Eingang vor, die Garage könnte damit länger als bisher offen sein. Er thematisierte die Frage der nötigen Aufzüge und am vorhandenen hinteren Eingang an der Jahnstraße würde er einen Pavillon vorschlagen. Den Platz drum herum würde er in die neue Planung aufnehmen. «Vielleicht kann dann sogar der Maibaum einen neuen Platz bekommen.»

«Zu viel grün»

Thomas Traut/Marktoberdorf will der Tiefgarage mit viel Farbe ein neues Aussehen geben, «damit sie luftiger wirkt». Auch an die Beleuchtung im Inneren würde er herangehen. In den Eingangsbereichen sieht er ebenfalls Handlungsbedarf. Mit Hilfe von Glas-/Stahlkonstruktionen sollten sie für den Nutzer freundlicher gestaltet werden. Entlang der Jahnstraße sei der Platz zu grün. «Man weiß auf den ersten Blick gar nicht, wo es auf den Platz geht.»

Als «nicht schlecht» befand Julia Mang-Bohn/München die Rathaus-Tiefgarage. Für eine Verbesserung schlug sie vor, die Ausgänge mit einem Farbkonzept neu und freundlicher zu gestalten. Einen der fünf Ausgänge würde sie schließen, andere mit Glastüren und Glasdach versehen, um sie einladender zu machen. Wichtig sei, dass der Nutzer nicht das Gefühl habe, beim Verlassen der Garage in einer Schleuse zu stehen, sondern gleich im Licht sei.

Die oberirdischen Parkplätze zur Bahnhofstraße hin würde sie noch erweitern.

Die Ideen der Architekten wurden intern von einem Fachgremium gemeinsam mit Bürgermeister Werner Himmer diskutiert. Bis Mitte September haben die Architekten - eine fünfte Architektin aus Augsburg kommt dazu - Gelegenheit, ihre Vorschläge auszuarbeiten. Am 29. September wird das beste Konzept öffentlich in der Planungswerkstatt präsentiert.

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