Blutwäsche
Medizinische Sensation: Kemptener Ärzte retten Baby Mira das Leben

Tanja Weber und Dr. Franz Heigl vom MVZ während einer der im Durchschnitt sieben Stunden dauernden Apherese-Behandlungen. Neben enormen technischen Aufwand war dazu auch viel Geduld vonseiten der Patientin nötig.
2Bilder
  • Tanja Weber und Dr. Franz Heigl vom MVZ während einer der im Durchschnitt sieben Stunden dauernden Apherese-Behandlungen. Neben enormen technischen Aufwand war dazu auch viel Geduld vonseiten der Patientin nötig.
  • Foto: Julian Heigl
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Tanja Weber hält ihre kleine Mira im Arm, als wenn nie etwas gewesen wäre. Das gut drei Monate alte Kind ist kerngesund, geduldig und ruhig. Natürlich lässt es sie noch völlig kalt, dass Dr. Alexander Puhl, leitender Oberarzt für Geburtshilfe und Pränataldiagnostik am Kemptener Klinikum und Dr. Franz Heigl, ärztlicher Leiter des gegenüberliegenden Medizinischen Versorgungszentrums Dres. Heigl, Hettich & Partner (MVZ) begeistert von ihr erzählen. Besser gesagt, sie berichten davon, wie die Kleine gegen eine große Wahrscheinlichkeit überlebte.

Puhl erläutert die Ausgangslage: „Nach der Geburt ihres ersten Kindes vor über zwei Jahren ist es im Immunsystem von Frau Weber zur Bildung von Antikörpern, also körpereigenen Abwehrstoffen gekommen. Diese sogenannten Kell-Antikörper attackierten später, während der zweiten Schwangerschaft, bestimmte Blutgruppenbestandteile auf den roten Blutkörperchen ihres zweiten Kindes.“ Die vom Vater stammenden Blutgruppenmerkmale wiederum wurden zwar auf beide Kinder vererbt. Sie kamen aber erst mit dem Immunsystem der Mutter in Kontakt, als sich während der ersten Geburt das kindliche mit dem Mutterblut vermischte.

Webers Immunsystem erkannte die von ihrem Mann stammenden Blutgruppenmerkmale als fremd und versuchte, diese durch die Bildung von Antikörpern zu bekämpfen. Bei einer Routineuntersuchung während der erneuten Schwangerschaft fiel der Frauenärztin auf, dass sich im Blut der Mutter extrem viele solcher Kell-Antikörper nachweisen ließen.

Wie die Ärzte Frau Weber behandelten und so der kleinen Mira das Leben retteten, erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Marktoberdorf, vom 24.10.2018.

Die Allgäuer Zeitung und ihre Heimatzeitungen erhalten Sie

Tanja Weber und Dr. Franz Heigl vom MVZ während einer der im Durchschnitt sieben Stunden dauernden Apherese-Behandlungen. Neben enormen technischen Aufwand war dazu auch viel Geduld vonseiten der Patientin nötig.
Doch es hat sich gelohnt: Webers Tochter Mira kam gesund zur Welt. Das freut auch die Ärzte Dr. Alexander Puhl und Dr. Franz Heigl.
Autor:

Frank Eberhard aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019