Kaufbeuren
Mauer des Anstoßes

Die Sanierung der Straße Unter dem Berg in der Altstadt hat für einen Anwohner offenbar unangenehme Folgen. Der Unternehmer klagt, er habe Probleme, größere Gegenstände durch seinen Hauseingang zu bekommen. In der Straße Unter dem Berg hat die Stadt die bisher starke Seitenneigung durch zwei Ebenen ausgeglichen, die mit einem Mäuerchen abgestuft sind. Auf der oberen Ebene befinden sich die Hauseingänge der westseitig gelegenen Häuserzeile.

Der Hauseigentümer lässt kaum ein gutes Haar an der Sanierung, die kurz vor dem Ende steht. Im Kern kritisiert er, dass der Abstand zwischen seinem Hauseingang und dem künftigen Geländer auf der Mauer zu gering sei. Als Entwickler geophysikalischer Geräte und als Haussanierer werde es ihm erschwert oder unmöglich gemacht, größere Gegenstände durch den Hauseingang zu tragen. Eine Art aushängbares Segment im Gelände solle er selbst bezahlen, sagt er: «Muss ich mir den Zugang zu meinem Haus jetzt erkaufen?» Der Anwohner erhebt weitere Vorwürfe: Das von Treppenabgängen unterbrochene Mäuerchen sei an seinem südlichen Ende anders als geplant leicht schief und gleiche einem «Allgäuer Weidezaun». Die neuen Straßenlampen mit ihrem «grellen Licht» störten zudem die Fledermauspopulation im Bereich der Stadtmauer.

Nach eigenen Angaben werde er bei der Stadt nicht erhört, sondern als Querulant dargestellt. Bei einer Informationsveranstaltung für die Anwohner vor Sanierungsbeginn sei er beruflich verhindert gewesen.

Die städtischen Mitarbeiter und sogar der Oberbürgermeister persönlich hätten sich mehrfach mit den Vorwürfen befasst, so der städtische Baureferatsleiter Ralf Baur. Allerdings gebe es nur einen Anwohner, der sich in dieser Form beklagt. Das Zugangsproblem stelle sich bei keinem anderen Hauseigentümer; niemand wäre laut Baur bereit, mögliche Umlagekosten für eine individuelle Lösung mitzutragen. Die im südlichen Bereich leicht schräge Mauer sei in der Tat ein Baufehler, «den wir allerdings zu handhaben wissen».

Der Fledermauspopulation trage die Stadt Rechnung, so Baur. Die Tiere störten sich allerdings nicht an der in diesem Straßenzug eingesetzten modernen Straßenlaterne namens «Residenza», sondern an den Leuchtmitteln. In Absprache mit der städtischen Umweltabteilung und anderen Fachleuten würden Leuchtmittel ohne «negatives Spektrum» verwendet.

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