Marktoberdorf
Marktoberdorf aus Pappe und Papier

Noch ist es nur ein Modell der Marktoberdorfer Innenstadt aus Papier und Pappe, das die Realschüler um Sepp Vodermeier da innerhalb eines halben Jahres erschaffen haben. Bald soll dieses Modell jedoch wegweisend dabei helfen, die Innenstadt weiter zu entwickeln. Die Lenkungsgruppe, allen voran Dritter Bürgermeister Axel Maaß, war an die Schule mit der Bitte herangetreten, ein solches Modell der Stadt zu schaffen. «Das ist ein erster Schritt, der bei den Überlegungen zur Innenstadtentwicklung praktische und wichtige Verwendung finden wird», freute sich Maaß bei der Übergabe des Modells gestern in der Realschule.

Das Modell haben die Schüler der letztjährigen Klasse 8F der Realschule, eine Klasse mit dem Schwerpunkt Werken, unter Leitung ihres Lehrers Sepp Vodermeier erschaffen. Es besteht aus Pappe und sogenanntem Elefantenpapier und stellt die Innenstadt im Maßstab 1:250 exakt dar. Etwa 55 Häuser wurden von den 15 Schülern dafür angefertigt - in unzähligen Überstunden. Man habe am Anfang allerdings nur die Grundrisse der Gebäude zur Verfügung gehabt, was dazu führte, dass man alle Firsthöhen messen oder schätzen musste, erzählt Vodermeier. «Die Schüler haben auch unheimlich viele eigene Ideen eingebracht», meinte der Kunsterzieher und Werklehrer.

Schule bewusst eingebunden

Das Modell soll nach dem Willen der Lenkungsgruppe maßgeblich bei der aktiven Stadtteil- und Ortsentwicklung helfen. «Alle, die daran mitarbeiten, brauchen eine Bestandsaufnahme der Stadt», sagte Maaß und nannte als Beispiel die momentan anlaufende Umgestaltung der Tiefgarage am Rathaus. Die Schulen als Heimat zukünftiger Generationen habe man dabei bewusst in diesen Entwicklungsprozess eingebunden, so Maaß. Bürgermeister Werner Himmer ergänzte, dass das Modell in Zukunft zeigen werde, wie sich die Stadt verändere. Schulleiter Wilhelm Fuchs bedankte sich für das Vertrauen der Verantwortlichen: «Dadurch wurden die Lehrpläne mit Leben gefüllt.»

Die Schüler, mittlerweile in der 9. Jahrgangsstufe, zeigten sich begeistert von ihrem Werk, auch wenn es manchmal etwas langweilig gewesen sei, nur Häuser zu bauen. Mit dem Ergebnis seien sie aber sehr zufrieden, meinte Matthias Mußack stellvertretend. Mit der Innenstadt an sich sind die Schüler allerdings noch nicht vollkommen zufrieden: «Es sollte mehr los sein», fand Franz Maldoner. Seinem Wunsch schloss sich Markus Ponzer an und ergänzte: «Wir wollen ein Kino, in dem auch jugendlichere Filme kommen.» Christoph Reichart dagegen wünschte sich, dass bei der zukünftigen Planung der Stadt darauf geachtet werde, die Stadt stilgerecht zu gestalten: «Bloß keine Hochhäuser», sagte er entschlossen.

Ab heute im Projektbüro

Das Modell wird ab heute für mehrere Wochen im Projektbüro von «Mitten in Marktoberdorf» ausgestellt. Danach soll es im Emmi-Fendt-Haus stehen und den Stadtplanern bei den nächsten Schritten behilflich sein.

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