Markt steht zu Plänen für Sportheim Böck

Nesselwang | dim | Unverständnis bis Ärger haben im Nesselwanger Marktgemeinderat einige Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan 'Sportheim Böck' ausgelöst. Das Gremium wies die Einwände zurück und billigte den Entwurf einstimmig, der nun öffentlich ausgelegt wird. 'Wir werden versuchen, alles zum guten Ende zu bringen', meinte abschließend Kreisplaner Gernot Frenz.

Eine ganze Reihe der Stellungnahmen war ähnlich bereits bei der Änderung des Flächennutzungsplanes eingegangen. 'Ich gehe davon aus', so Bürgermeister Josef Köberle, 'dass wir aus diesen Änderungen den Bebauungsplan entwickeln können. Schließlich geht es uns vorrangig um die Bestandsicherung des Sportheims'.

'Mit dem Entwurf besteht kein Einverständnis'

Für Diskussionsstoff sorgte die Stellungnahme der Bauabteilung des Landratsamtes, die mit der lapidaren Feststellung: 'Mit dem Entwurf besteht kein Einverständnis' begann. Entsprechend abweichend fiel die Würdigung aus. Von Bestandsschutz war immer wieder die Rede, von unwesentlichen Landschaftseingriffen, behutsamer Einbindung und einer der Landschaft angepassten Größenordnung. Weitere Auflagen würden mit der Baugenehmigung geregelt.

Zu Einwendungen der Unteren Naturschutzbehörde, die 'ein neues Gebäude im Osten des Plangebietes entschieden ablehnt', hatte Kreisplaner Frenz eine laut Bürgermeister 'sehr gute Würdigung' vorgeschlagen. Hingewiesen wird darin auf die bestehende Vorbelastung des sensiblen Gebietes und die maßvolle Dimensionierung. 'Der Marktgemeinderat teilt die Auffassung einer Verunstaltung des Landschaftsbildes durch die Planung nicht.'

Bezugsfälle in der Umgebung werden nicht beachtet

Marktgemeinderat Edmund Martin betonte, dass es in der Umgebung Bezugsfälle wie die Schlossangeralp in Pfronten gebe und äußerte sein Unverständnis darüber, dass das Landratsamt dies nicht berücksichtige. Frenz entgegnete, dass nicht unbedingt eine Vergleichbarkeit gegeben sei. Die neuere Rechtsprechung habe schon Bebauungsplänen, die nicht gegen das Planungsrecht verstießen, wegen Eingriffen in empfindliche Landschaft die Genehmigung versagt.

Was geschehe, wenn man sich nicht einigen könne, fragte Marktgemeinderat Ludwig Reffler. Dann müsste ein Gericht entscheiden, ob Abwägungsdefizite bestünden, lautete die Antwort. Antrag auf ein Normenkontrollverfahren ist laut Frenz nur bei massiven Verstößen möglich. Marktgemeinderat Jürgen Heckmeier äußerte sein Unverständnis über widersprüchliche Aussagen der Fachbehörden und auch Bürgermeister Köberle kritisierte einzelnen Stellungnahmen: 'Ein bestehender Betrieb hat beispielsweise auch ein Recht auf maßvolle Werbung. Ich habe für die Ablehnung kein Verständnis, weil wir sinnvolle Regelungen eingebaut haben'. Auf Antrag von Gebhard Martin wurde eine redaktionelle Änderung im Würdigungstext vorgenommen, die Kollegen Allgaier und Heckmeier forderten klare Regelungen für das Befahren und Beparken des Geländes.

'Wir sollten uns unserer Verantwortung bewusst sein'

Versöhnliche Töne kamen von Marktgemeinderat Andreas Tanner: 'Es handelt sich um einen wirklich hochsensiblen Bereich, ich finde, wir sollten alle Anregungen bedenken und uns unserer Verantwortung bewusst sein.'

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019