Berufsoffensive
Maria-Ward-Schülerinnen besuchen den Hanusel Hof in Hellengerst

Die Allgäuer Berufsoffensive unserer Zeitung und verschiedener Partner will Haupt- und Realschüler für Berufe aus Tourismus, Hotellerie und Gastronomie begeistern. Heuer stehen Acht- und Neuntklässler im Mittelpunkt. Wir stellen die Schulklassen vor.

Die Schüchternheit war bald überwunden. Als Stefan Becker, Küchenchef des Hanusel Hofs, selbst gemachtes Sorbet anbot, wollte zuerst keine der Achtklässlerinnen der Maria-Ward-Mädchenrealschule zugreifen. Erst nach seiner Ermutigung «Seid nicht so schüchtern, als wenn Frauen kein Eis essen würden», griffen sie zu. Und dann kräftig.

Die Küche war eine von vielen Stationen auf dem Rundgang durch das Vier-Sterne-Hotel in Hellengerst. Es ging durch verschiedene Themenräume, wie das rustikale Bauernzimmer oder das mit Geweihen geschmückte Jagdzimmer. Die Hotelchefs Markus und Wolfram Reinalter erzählten dabei einiges über ihren Betrieb mit 50 Mitarbeitern und über die drei Ausbildungsberufe ihrer Azubis: Koch sowie Hotel- und Restaurantfachfrau.

Weil die Schülerinnen freiwillig da waren, hörten sie aufmerksam zu. «Ich habe keine Ahnung, in was für einem Beruf ich arbeiten will», sagte die 15-jährige Natalie. Daher wollten sie und ihre Freundinnen Larissa und Ramona in das Hotel. Anders ging es Carina, die sich für die Ausbildung zur Hotelfachfrau interessiert. «Der Besuch hat das noch verstärkt», sagte sie. Insgesamt war das Interesse der Mädchen so groß, dass die Maria-Ward-Schule das Hotel gleich an zwei Tagen besuchte.

Besonders gefiel den Mädchen der Wellnessbereich. Als sie auf einem Wasserbett probe liegen durften, war von Zurückhaltung nichts mehr zu spüren. Munter prüften die Schülerinnen die vier Betten, auf denen sich sonst Gäste nach dem Schwimmen oder der Sauna entspannen.

Interesse zeigten die Schülerinnen auch bei der Fragerunde nach dem Rundgang. Wolfram Reinalter und die frischgebackene Hotelfachfrau Ramona Huber standen ihnen Rede und Antwort. Dabei wollten die Mädchen wissen, wie Praktikum und Lehre beim Hanusel Hof aussehen und welche Rolle Noten spielen. «Gute Noten sind natürlich wichtig», antwortete Reinalter. Diese zeigten, dass ein Schüler sich reinhängen kann. «Am Anfang läuft man viel mit und hilft», schilderte Huber die Ausbildung. Doch die Anforderungen würden schnell gesteigert. Besonders toll fand sie, dass auch ein Azubi Verantwortung tragen dürfe. (fe)

 

In den Zimmern: Vera Huber zeigt den Schülerinnen (von links) Carina, Alina, Rebecca, Katharina und Nadja, was im Hanusel Hof zu tun ist. Foto: Hermann Ernst

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