Füssen
Manöver am Himmel, Trubel im Cockpit

Petrus hatte am Ende doch Mitleid mit den Füssener Fliegern: Nach einem stürmisch-verregneten Auftakt am Freitag kamen am Wochenende bei kühlen Temperaturen, aber viel Sonnenschein viele hundert Besucher zum Flugplatzfest des Luftsportvereins Füssen. Zu sehen gab es Maschinen, die sonst selten den Weg in die Lechstadt finden. Eine kulturelle Brücke schlugen die Flieger mit dem Konzert in der Segelflughalle im Rahmen des Festivals «Vielsaitig» (siehe oben).

Eine der Attraktionen waren die Kunstflugvorführungen eines kleinen, wendigen Doppeldeckers. Der Pilot jagte seine 180 PS starke Maschine im Rückenflug entlang des Flugplatzes, zog senkrecht in den Himmel hinauf, um dann wild taumelnd nach unten zu stürzen. Der Pilot muss dabei Belastungen aushalten, die deutlich über denen einer Achterbahnfahrt liegen. Mit schnellen Manövern zeigte er, zu was sein Flugzeug in der Lage ist. Ganz anders der Segelkunstflug: Ohne Motorengeheul, dafür begleitet von Musik, kam es dort auf elegant geflogene Manöver an. Rauchpatronen an den Flügelspitzen zeichneten die Figuren an den Himmel.

Fliegende Intensivstation

Noch näher anzuschauen waren etliche Hubschrauber. Der Rettungshubschrauber RK 2 aus Reutte erlaubte etwa einen Blick in das Innere der fliegenden Intensivstation. Die Bundespolizei kam gleich mit drei Hubschraubern vorbei und informierte über ihre Ausbildung zum Hubschrauberpiloten. Deren Besuch ist auch die Vorbereitung für den kommenden Dienstag und Mittwoch. An diesen beiden Tagen führen die neuen, fast fertig ausgebildeten Piloten der Bundespolizei ihre Gebirgsflugeinweisung von Füssen aus durch.

Viele Besucher nutzten zudem die Chance, selbst von oben einen Blick auf das Ostallgäu zu werfen: Mit dem Porsche-Flieger über den Bergen, mit dem Cabrio-Segler über dem Lech oder mit dem Doppeldecker über den Forggensee. Einige waren von diesem Erlebnis so fasziniert, dass sie nun selber Pilot beim Luftsportverein werden wollen.

Ein zufriedenes Gesicht beim Vorsitzenden Roland Weber: «Wir freuen uns, dass sich so viele Menschen fürs Fliegen interessieren. Zum Glück hat auch das Wetter mitgespielt.» Danach sah es anfangs gar nicht aus. Als am Freitag ein Konzert des Festivals «vielsaitig» im Flugzeughangar stattfand, nahm Petrus das Festival-Motto «Wind» sehr wörtlich: Regenschauer und Sturmböen peitschten über die Landebahn.

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