Kaufbeuren
Manege frei

Ein eiskalter Wind weht über das Gelände an der Buronstraße in Kaufbeuren. Der Schnee knirscht unter den Schuhen. Auch wenn im Ostallgäu tiefer Winter herrscht - die etwa 20 Mitarbeiter des Zirkus Saltomortale hat das nicht davon abgehalten, ihr gut 300 Zuschauer fassendes Viermast-Zelt am Rande von Kaufbeuren aufzuschlagen. «Die Hitze im Sommer macht uns mehr zu schaffen», meint Zirkusdirektorin Monika Bügler. Auch wenn die Kälte unangenehm gewesen sei, hätten sie das Zelt jüngst an zwei Tagen hochgezogen.

Über Weihnachten gastiert der Wanderzirkus für 14 Tage in Kaufbeuren. Mit etwa 30 Tieren ist der Trupp angereist, darunter Lamas, Ziegen, Pferde, Alpakas, die vom Kamel abstammen, oder auch argentinische Zwergpferde. Vorstellungen mit Raubtieren habe es früher zu sehen gegeben, erzählt Monika Bügler. «Das haben mein Schwiegervater und mein Mann gemacht, als sie noch lebten.» Heute würden eher «Haustiere» auftreten.

Etwa 100-minütige Show

Daneben bieten Seiltänzer, Feuerspucker sowie ein erst elfjähriger Luftakrobat in der etwa 100-minütigen Show ihre Künste dar. «Wir haben auch Clowns und Spaßmacher dabei», berichtet Bügler. Inzwischen trete schon die achte Generation auf. «Wir sind der älteste Familienzirkus Europas», meint sie.

Die Zeiten seien allerdings nicht mehr so gut wie früher. «Wir spüren die Finanzkrise», erklärt die Zirkusdirektorin. Viele Zuschauer würden gerne kommen, könnten es sich aber finanziell gar nicht mehr leisten. Etliche tausend Kilometer legt «Saltomortale» im Jahr zurück. «Wir touren mit unserem Programm durch etwa 100 Städte», erzählt Monika Bügler.

Damit die Zuschauer aus Angst vor Erfrierungen nicht zu Hause bleiben, haben die Mitarbeiter vorgesorgt: «Wir beheizen unser Zelt», beruhigt Bügler. So müssten auch die Artisten mit ihren knappen Kostümen nicht frieren, wenn es ab dem morgigen Mittwoch heißt: «Manege frei».

Karten gibt es täglich von 10 bis 12 Uhr an der Zirkuskasse oder unter der Telefonnummer (0171) 1855303. Premiere feiert «Saltomortale» am 23. Dezember um 16 Uhr. Bis zum 6. Januar finden täglich um 16 Uhr Vorstellungen statt, am Freitag und Samstag um 15 und 18 Uhr. Die Vorstellung an Heiligabend beginnt schon um 14 Uhr.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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