«Man wechselt nicht zu Flaschen»

Von Volker Geyer
| Memmingen «Auf gehts Günther» steht auf einem kleinen Plakat am Treppenaufgang zum Saal der Memminger Stadthalle. Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein betont am Rednerpult dann auch, dass es mit ihm und mit der CSU in Bayern weiter nach oben gehen werde, wenn die Bürger bei der Landtags- und Bezirkstagswahl am 28. September seiner Partei ihre Stimmen geben.

«Bayern steht in allen wichtigen politischen Bereichen ganz vorne in Deutschland», unterstreicht der Ministerpräsident. So habe man das beste Wirtschaftswachstum, einen Haushalt ohne Schulden, die niedrigsten Arbeitslosenzahlen und die am besten ausgebildeten Schüler. Aber das reiche freilich nicht: «Wir wollen unseren Vorsprung nicht nur halten, sondern weiter ausbauen.» Als großes Ziel nennt der Regierungschef in der voll besetzten Stadthalle schließlich, dass Bayern unter die fünf innovativsten Regionen der Welt kommen will - und das gehe nur mit der CSU. «Man wechselt nicht von denen, die die Erfolge gebracht haben, zu Flaschen.»

Mit Blick auf die Wirtschaft sichert Beckstein den kleineren mittelständischen Betrieben zu: «Wir werden dafür sorgen, dass der Große nicht den Kleinen frisst.» Gleiches gelte für die Landwirtschaft. Auch hier wolle sich die CSU - wie bereits zuvor Staatsminister Josef Miller am Rednerpult betont hat - für eine bäuerliche Landwirtschaft und nicht für Agrarkonzerne stark machen.

Sein großes Augenmerk gelte auch der Bildungspolitik. Hier spricht sich Beckstein klar für das bestehende, gegliederte Schulsystem aus: «Unterschiedlich begabte Kinder müssen unterschiedlich gefördert werden.»

Am meisten Applaus erntet der Landesvater aber beim Thema «Innere Sicherheit». So dürfe es keinen «polizeifreien Raum» für Schwerverbrecher geben - auch nicht im Wohnzimmer. Zudem sollten ausländische Schwerverbrecher - als Beispiel nennt er die Münchner U-Bahn-Schläger - nach Verbüßung von zwei Drittel ihrer Strafe ausgewiesen werden. «Wenn sie uns so auf der Nase herumtanzen, dann müssen sie gehen», ruft Beckstein ins Mikrofon und in der Halle ertönen Bravo-Rufe.

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