Man kommt sich ein bisschen vor wie ein Superstar

Lindenberg/Berlin | ver | Wenn sie heute, am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien, gefragt werden, was sie an den freien Tagen erlebt haben, müssen Pascal Tham, Florian Abler, Hannah Flach und Jennifer Steger nicht lange überlegen: Denn von ihren Klassenkameraden kann wohl kaum einer behaupten, dass er Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hand geschüttelt hat.

Die vier Jugendlichen schon, denn sie vertraten am Freitag beim traditionellen Sternsingerempfang im Bundeskanzleramt die Diözese Augsburg und wurden persönlich von Kanzlerin Angela Merkel begrüßt. Mit dabei war Erika Keil, die Betreuerin und Verantwortliche für die Sternsinger in der Lindenberger Pfarrei St. Peter und Paul.

Für selbige sind Pascal, Hannah, Jennifer und Florian heuer alle bereits zum fünften Mal als Sternsinger unterwegs. Und als die Pfarrei die Teilnahme am Empfang bei einem Preisausschreiben gewann, kamen die Vier in die engere Wahl und schließlich entschied das Los für sie.

So ging’s für die Jugendlichen zum Empfang nach Berlin. 'Wir haben uns im EU-Saal im Bundeskanzleramt umgezogen und dann wurden die Diözesen nach dem Alphabet angesagt und wir sind reingelaufen', erzählt die zwölfjährige Jennifer. Mächtiges Bauchkribbeln hatte sie schon, als sie dann plötzlich neben Angela Merkel stand. Und angesichts des Blitzlichtgewitters der Presse und laufender Kameras 'ist man sich ein bisschen wie ein Superstar vorgekommen'. Die Bundeskanzlerin findet Jennifer 'ganz nett: Sie hat zu mir gesagt, dass ich ein schöner Kaspar bin'.

Ziemlich aufgeregt war auch Pascal. 'Ich hatte schon Herzklopfen. Man muss ja immer lächeln und darauf achten, dass man alles richtig macht', sagt der 14-Jährige: 'Ich hatte den Stern in der Hand und hab' gedacht: Ich muss aufpassen - nicht, dass ich den fallen lasse und dazu womöglich noch auf die Bundeskanzlerin drauf.' Pascal findet ebenfalls, dass Angela Merkel einen 'netten Eindruck macht'. Nur eins ist ihm aufgefallen - 'im Fernsehen sieht sie ein bisschen größer aus.'

Auch bei der 13-jährigen Hannah hat die Bundeskanzlerin gepunktet: 'Oft sagen die Leute, sie wäre so schlimm und so hässlich - aber das stimmt überhaupt nicht.' Dass sie persönlich per Handschlag von der Bundeskanzlerin begrüßt wurden, darauf sind die vier Jugendlichen schon ein bisschen stolz.

Nach dem Empfang hatte die Gruppe noch Gelegenheit, sich Berlin anzusehen - etwa das Reichstagsgebäude, das Brandenburger Tor, das Holocaust-Mahnmal und das Sony-Center. Besonderen Eindruck hat bei ihnen das Brandenburger Tor hinterlassen. 'Das ist wirklich toll, weil es so groß und schön angeleuchtet ist', findet Hannah und Florian sagt: 'Es ist riesig und einfach ein eindrucksvolles Bauwerk. Jennifer ist begeistert von der Weihnachtsbeleuchtung, die überall in der Stadt zu bewundern war. So ganz kann Lindenberg da nicht mithalten, aber umziehen würde sie trotzdem nicht: 'Dazu wäre mir alles da viel zu groß.' Dem schließt sich Florian an, aber insgesamt war für ihn und die anderen der Besuch in Berlin der krönende Abschluss des Sternsingens in diesem Jahr.

Und dann ist da ja noch ein Erfolg zu verzeichnen. Denn während der langen Zugfahrten bei der Hin- und Rückreise waren die Jugendlichen laut Erika Keil nicht untätig, sondern gingen von Abteil zu Abteil - das Ergebnis: Sie haben noch einmal mehr als 800 Euro an Spenden gesammelt, erzählt Keil stolz.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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