Macaluso folgt auf Öztürk

Kaufbeuren (ses). Carmine Macaluso ist neuer Vorsitzender des Kaufbeurer Ausländerbeirates. Bei den Neuwahlen sprachen ihm die anwesenden Mitglieder einstimmig das Vertrauen aus. Die außerplanmäßige Wahl wurde nötig, da Gülsen Öztürk aus privaten Gründen zurücktrat.

Die junge Türkin erklärte bereits zu Beginn der jüngsten Sitzung ihren Rücktritt. Aus privaten Gründen könne und wolle sie nicht weiter an der Spitze stehen. Zudem wolle sie sich künftig intensiver um ihr Informatik-Studium kümmern, erklärte Öztürk. 'Ich befinde mich in der Endphase des Studiums und will einen guten Abschluss erreichen. Ich bin auf keinen Fall als Vorsitzende gescheitert', sagte sie weiter. Oberbürgermeister Stefan Bosse bedankte sich bei Öztürk für dessen Arbeit. 'Ich bedauere den Rücktritt sehr. Es war schön, dass eine Frau an der Spitze stand.' Als einziger Kandidat auf den Chef-Posten stand Macaluso zur Wahl. Letztlich entfielen sieben von sieben Stimmen auf den Vorsitzenden von Kaufbeurens italienischer Arbeitnehmer-Bewegung Associazioni Cristiane Lavoratori Italiani (ACLI). 'Es gibt viel zu tun. Wir müssen klar machen, dass die ausländischen Mitbürger eine Bereicherung für Kaufbeuren sind. Dazu müssen wir mit allen unseren Kräften in die gleiche Richtung ziehen', meinte Macaluso.

Weiterer Tagesordnungspunkt war ein Rückblick auf das Allerweltsfest vergangenen Juni. 'Wir waren fleißig', hieß es seitens der Beiratsspitze. Die Resonanz sei jedoch viel zu gering gewesen. So gering, dass sich der Aufwand nicht mehr lohne. Ausgaben von rund 2300 Euro stehen nur etwa 2500 Euro Einnahmen gegenüber. Es werde das Allerweltsfest in seiner ursprünglichen Form daher nicht noch einmal geben. Bosse bestätigte dem Beirat gute Arbeit. Da die Stadt plane, auch das Stadtfest künftig attraktiver zu gestalten, schlug er vor, der Ausländerbeirat könne sich mit eigenen Beiträgen an dieser Veranstaltung beteiligen.

Auch beim Kinderkulturtag am Jakob-Brucker-Gymnasium war der Ausländerbeirat mit einem Stand und einer Bastel-Ecke dabei. Die öffentliche Präsenz soll sich zudem auf das Internet ausweiten. Über einen Link auf der Seite des Integrationsforums sind bislang die wichtigsten Informationen über den Beirat abrufbar.

Geplant ist des Weiteren ein so genannter 'Dialog der Kulturen' mit dem Jakob-Brucker-Gymnasium. Längerfristig ist geplant, Schüler verschiedener Glaubensrichtung einander näher zu bringen. Das soll etwa mit Moscheebesichtigungen oder Besuchen vor Vorbetern an der Schule umgesetzt werden.

Alfred Riermeier, Integrationsbeauftragter der Stadt Kaufbeuren, wies die Beirats-Mitglieder letztlich auf ein neues Projekt hin. Hinter dem Neugablonzer Freibad soll ein 'Bunter Garten der Kulturen' entstehen. Verschiedenen Gruppen und Vereinen soll dort die Möglichkeit gegeben werden, sich einzubringen und den Grund zu bewirtschaften. Bereits im Januar ist eine Auftaktveranstaltung geplant.

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