Lyrisches am Ufer des Waldsees

Von Benjamin Schwärzler
| Lindenberg Wer rastet, der rostet. Und nur wer gute Ideen hat, bleibt im Geschäft. Diese beiden Weisheiten könnten gut und gerne aus dem Mund von Michael Otto (19), Alexander Burkhard (20) und Elias Angele (18) stammen. Denn die Urheber und Organisatoren des Lindenberger Poetry Slams haben für die dritte Auflage am Freitag, 25. Juli, erneut ihr Konzept überarbeitet und warten mit neuen Einfällen auf.

Das beginnt beim Veranstaltungsort: Wenn das Wetter mitspielt, soll der Dichterwettstreit am Ufer des Waldsees in der neuen Badeanstalt stattfinden. «Wir haben uns überlegt, was Lindenberg zu bieten hat», erzählt Burkhard und erwähnt dabei das «besondere Panorama», vor dem die Hobbylyriker ihre Werke vortragen sollen. Außerdem sprechen ganz praktische Gründe für den Ortswechsel: Beim letzten Slam im Februar war der Musiksaal des Gymnasiums mit 220 Zuhörern gerammelt voll.

Eine Verbindung zur (ehemaligen) Schule des Trios bleibt jedoch bestehen: Direktor Hermann Endres hat technische Unterstützung zugesagt. Verstärker, Mikrofone und Scheinwerfer können sie von der Schule ausleihen. Zudem wird die Veranstaltung bei schlechtem Wetter in den Musiksaal verlegt.

Erstmals werden die Organisatoren, die sonst auf vorderen Rängen zu finden waren, selbst nicht mitmachen. Sie wollen ihre Startplätze anderen überlassen. Alexander Burkhard übernimmt die Moderation, seine beiden Mitstreiter werden vor dem eigentlichen Wettbewerb außer Konkurrenz auftreten und mit ihren Texten der Jury einen Anhaltspunkt für die Bewertung der folgenden Werke geben. Denn erstmals gibt es eine reine Publikumsjury, die zufällig ausgesucht wird und nach jedem einzelnen Teilnehmer die Punktzahlen bekannt gibt. Diesen Modus haben die drei Lindenberger bei zahlreichen Slams kennengelernt, bei denen sie mittlerweile aufgetreten sind. Das Publikum soll stärker eingebunden werden. «Einen Versuch ist es wert», findet Angele.

14 Wortkünstler waren beim letzten Lindenberger Poetry Slam dabei. «Mich hat vor allem der Generationenquerschnitt gefreut - von 16 bis 60», sagt Angele. Deshalb hoffen die drei Freunde, dass auch diesmal wieder Autoren, Hobbylyriker und Querdenker aus der näheren Umgebung mitmachen. Zudem sind befreundete Poetry Slammer von außerhalb als Gäste mit dabei, die die Bandbreite der vorgetragenen Texte vergrößern sollen.

3. Lindenberger Poetry Slam: Freitag, 25. Juli, 19 Uhr in der neuen Badeanstalt am Waldsee. Bei schlechtem Wetter im Musiksaal des Gymnasiums. Der Eintritt ist frei, die Teilnahme ist ebenfalls kostenlos.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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