Kempten
Lustig und rührend zugleich: Die letzte Fahrt mit der «Queen Ilse»

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Ein fröhliches Raunen ging durch die Gästereihen, als sich der Vorhang zur letzten Fahrt auf der «Queen Ilse» öffnete: Vor einer Schiffskulisse mit Leichtmatrosen (Schülern), Mannschaft (Lehrerkollegium), Kapitänskollegen (Kemptener Schulleitern), einem Reeder (Schulrat Hans Fasser) und einem Oberboss (Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer) wurde Ilse Roßmanith-Mitterer als langjährige Rektorin der Fürstenschule verabschiedet. «Die Schule hat unter ihrer Führung eine herausragende Entwicklung gemacht. Dabei haben Sie immer wieder Hartnäckigkeit und sehr viel pädagogisches Einfühlungsvermögen gezeigt», lobte Netzer. Nachfolger von Ilse Roßmanith-Mitterer wird Pirmin Müller, derzeit Konrektor der Wittelsbacher Schule.

Ilse Roßmanith-Mitterer war zehn Jahre alt, als sie, so gestand sie, erstmals die Stufen in den ersten Stock der Fürstenschule betrat. Damals für einen Botengang. Seitdem sind viele Jahre vergangen - und die Stufen ist sie unzählige Male hinauf- und hinabgegangen. 26 Jahre lang war sie Leiterin der Schule. «Seit ich 1996 nach Kempten kam, sind die Fürstenschule und Ilse Roßmanith-Mitterer eine Einheit. Sie haben Spuren hinterlassen», bescheinigte Netzer der scheidenden Rektorin.

Ein echter Glücksfall

Schulrat Hans Fasser - ehemaliger erster Offizier (Konrektor) der «Queen Ilse» - erinnerte an den Werdegang seiner damaligen Chefin, deren Referendarzeit in der Außenstelle der Suttschule in der Eich begann. Sie sei damals für die Eich wie auch für die Fürstenschule ein echter Glücksfall gewesen, habe stets eine quicklebendige Schule daraus gemacht.

Auch im Lehrerseminar sei sie stets eine Stütze gewesen.

Besonderer Gast der Abschiedsfahrt der «Queen Ilse» war übrigens die 98-jährige Barbara Hefele, die bis 1973 die Fürstenschule leitete und Mentorin der jungen Referendarin Ilse Roßmanith-Mitterer war.

Schmunzelnd erinnerten Fasser und ihre Schulleiterkollegen nach den Noten des «Kriminaltangos» («Sie klaute Kinder») an ihre «Schülerakquise»: Hartnäckig fragte sie bei den umliegenden Schulen immer wieder nach Schülern, um den Status der Zweizügigkeit zu behalten. Nicht nur einmal war die Fürstenschule von der Auflösung bedroht. Als einen bereitwilligen «Geber» nannte Ilse Roßmanith-Mitterer ihren Kollegen Horst Alt-stetter. Inzwischen wurde der Schulsprengel geändert und um zu geringe Schülerzahlen musste sich die Rektorin zuletzt keine Sorgen mehr machen.

«Queen Ilse» selbst war überwältigt ob der vielen anerkennenden Worte und der musikalischen Einlagen. Bescheiden sagte sie «Danke»: «Die Liebe zur Schule, meinen Schülern, zu dem Gebäude und auch zur Stiftsstadt hat mich all die Jahre gehalten», gestand sie gerührt.

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