Hellengerst
Lust am Singen verbindet

Die Hellengerster Jodler können eine schöne Landschaft ihre Heimat nennen, das Weitnauer Tal und seine Höhenzüge. Und im Gasthof «Goldenes Kreuz» in Hellengerst hatten sich beim Adventssingen im Dezember 1969 junge Burschen von Fritz Klein, dem damaligen Kirchenchorleiter und Dirigenten der Blaskapelle Hellengerst-Rechtis, fürs Singen und vor allem Jodeln begeistern lassen. Und im Januar 1970 taten sich neun davon zusammen, um fortan als Jodlergruppe Hellengerst aufzutreten. Am Freitag, 17. September, feiert die heute zwölfköpfige Gruppe nun im «Goldenen Adler» in Weitnau ihren 40. Geburtstag.

Als Gratulanten haben sich die Rechtiser Alphornbläser, der Jodlerclub und das Jodlerquartett Rotsee aus Ebikon (Schweiz), die Petersthaler Jodlergruppe und Steffi Lingg und ihre Musikanten angekündigt.

Heimat- und Naturverbundenheit, Liebe zum Dialekt und eine große Portion Traditionsbewusstsein gehören zu den wichtigen Attributen der Hellengerster Jodler. Aus schwäbischem und alemannischem Liedgut und traditioneller Volksmusik aus dem Allgäu besteht das Repertoire der Sänger, das im Lauf der Jahre immer größer wurde.

Erfolg mit Schweizer Jodlermesse

Durch Max Probst, damals Kreisheimatpfleger aus Steibis, erfuhren sie viel über das heimatliche Liedgut. Hubert Pfeiffer, einziges noch in der Gruppe aktives Gründungsmitglied erinnert sich, dass 1977 zum Beispiel eine wunderschöne Schweizer Jodlermesse eingeübt wurde. «Bei eis geits koi so scheane Jodlarmess». Und als die Hellengerster sie in Kirchen oder auch bei Hochzeiten sangen, waren die Zuhörer völlig begeistert. «So herrliche Texte und wohlklingende Jodler bezaubern einfach alle - die Aktiven und die Zuhörer», so Pfeiffer.

Auch Peter Freytag, Weitnaus ehemaliger Bürgermeister, ist fast schon von Anfang an bei der Gruppe. Viel weiß auch er zu erzählen. 14-tägig werden die Proben abgehalten. Ein guter Kontakt zwischen den Sängern sei wichtig, man muss sich aufeinander verlassen können.

Zu den Sängern gehörte fast von Anfang an auch ein Akkordeonspieler. Sepp Weber war der Erste, dann übernahm Gerhard Frommknecht diese Aufgabe und seit 1995 begleitet Karl-Heinz Krug, der aber auch schon seit 1985 als Sänger dabei ist.

Beim traditionellen Allgäuer Lieder- und Jodlertag singen die Hellengerster schon seit 33 Jahren mit. Bei einem großen Volksmusikabend in Wolhusen im Schweizer Kanton Luzern vertraten sie das Allgäu, und auch vor Bischöfen und Ministerpräsidenten haben sie schon gesungen. Zu den «alltäglichen» Auftritten gehören Heimatabende, Bergmessen und das Gestalten von Gottesdiensten in Kirchen.

Für Wolfgang Hörmann und Hubert Pfeiffer ist das Singen in der großen Gruppe noch nicht genug. Sie taten sich vor zehn Jahren zusammen und sind seitdem als Jodlerduo Hellengerst bekannt.

Das Jubiläumskonzert findet am Freitag, 17. September (20 Uhr) im Saal des «Goldenen Adler» in Weitnau statt. Karten an der Abendkasse ab 19 Uhr.

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