Marktoberdorf/Ruderatshofen
Lücken schließen und auf neuen Wegen zur B12

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Während das Genehmigungsverfahren für die Umgehung Marktoberdorf/Bertoldshofen noch läuft, plant die Stadt bereits weitere Maßnahmen, um ihre Innenstadt zu entlasten. In der Diskussion ist eine Nordumgehung in Kombination mit einer West-Spange und einem B12-Anschluss bei Geisenhofen. Insgesamt, so Stadtbaumeister Peter Münsch, sei eine Verwirklichung in den nächsten Jahren denkbar - falls der Stadtrat die entsprechenden Entscheidungen fällt.

Die Überlegungen sind Ausfluss des Verkehrsentwicklungskonzeptes, das ein Fachbüro erarbeitet hat. Darin wurden auch Szenarien untersucht, die nach Bau der Umgehung Marktoberdorf/Bertoldshofen mit Verlagerung von B 16 und 472 ins Geltnachtal die Innenstadt weiter vom Verkehr entlasten können. Denn ohne zusätzliche Maßnahmen würde sich die Verkehrsbelastung auf der Kaufbeurener Straße und im Zentrum kaum verändern. Im Jahr 2025 müsste man in der Kaufbeurener Straße dann mit 14400 Fahrzeuge pro Tag rechnen, in der Meichelbeckstraße mit 17900 und in der Brückenstraße mit 18900.

Am effektivsten ist aus Sicht der Verkehrsplaner ein Paket mit mehren Lückenschlüssen, die sich zur Nord-West-Umgehung ergänzen.

Verbindung vom Micheletalweg zur Brückenstraße schaffen

West-Spange Dieses Vorhaben ist Teil des Bebauungsplanes Industriegebiet Süd. Vorgesehen ist eine Verbindung von der Johann-Georg-Fendt- (Höhe BayWa) zur Dieselstraße. So entsteht eine neue Verbindung vom Micheletalweg zur Brückenstraße. Damit würde die J.-G.-Fendt-Straße entlang der Bahn mit ihrer engen Kurve entlastet. Die Kosten für diesen Teil liegen laut Münsch bei 1,3 Millionen Euro. Der Grunderwerb sei wenig problematisch. Eine Verwirklichung in drei bis fünf Jahren sei möglich.

Gewerbestraße nach Westen weiterführen

Nordtangente Eine «ziemlich große Baustelle» sei die Weiterführung der Gewerbestraße nach Westen, über die Bahn hinweg, an Ennenhofen vorbei und nach Kreuzung der Kreisstraße weiter über die Weitfeldstraße zum Micheletalweg. Dafür müsste die Stadt laut Schätzungen 3,5 bis 4 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Vorplanungen existieren bereits, über die Verwirklichung hat der Stadtrat noch nicht entschieden. Wichtig sei es, für die Straße um Ennenhofen eine gute Lösung zu finden. Der Zeitplan ist laut Münsch völlig offen.

Schwerlaster kämen von der B12 direkt zu Fendt

B12-Anschluss Geisenhofen Abgerundet werden all diese Überlegungen, wenn eine neue B12-Auffahrt an der Kreisstraße OAL7 bei der Futtertrocknungsanlage entsteht. Damit könnte der Pendler- und Schwerlastverkehr von der B12 direkt zu Fendt gelangen. Die Innenstadt und der Marktoberdorfer Norden, wo sich nun die Lkw über den Kreisel an der Schwabenstraße und die Mooskreuzung quälen, wären entlastet. Ihre volle Wirkung entfaltet die Auffahrt aber erst, wenn der bestehende B12-Anschluss bei Altdorf geschlossen wird.

Als Alternative entsteht durch den Bau der Umgehung Marktoberdorf/Bertoldshofen nämlich eine neue Auffahrt bei Kreen.

Für die zusätzliche B12-Auffahrt gab es vom Freistaat bereits positive Signale. Dennoch, so Münsch, gehe es um einen Zeitraum «von mehr als zehn Jahren». Bauherr müsste an der Kreisstraße der Landkreis sein. Klar sei aber, dass sich die Stadt an der Maßnahme auf Ruderatshofener Flur beteiligen müsste.

Entlastung um rund 25 Prozent, Verbesserung der Wohnqualität

Das Verkehrsgutachten sieht durch dieses Paket die besten Chancen, die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Zentrum zu verbessern und das Verkehrsaufkommen um rund ein Viertel zu verringern. Am größten sind die Chancen der Stadt, rund um die Rauhkreuzung verkehrsberuhigend einzugreifen, wenn diese in eigener Zuständigkeit liegen.

Daher gibt es Überlegungen, die Kreisstraße 7 über die Nordspange zur B16 (künftig OAL5) zu führen. Kaufbeurener und Gschwender Straße wären dann städtisch.

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