Die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz
Lockerungen und Lockdownverlängerung

Quelle: Pixabay

Über 9 Stunden hat der Corona-Gipfel von Bund und Ländern gedauert. Das sind die Ergebnisse:

Der Lockdown wird bis zum 28. März verlängert werden. Gleichzeitig sind auch schrittweise Lockerungen vorgesehen. Steigt die 7-Tage-Inzidenz innerhalb drei Tagen, soll die "Notbremse" in Kraft treten und die Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden.

Impfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat folgende Punkte beim Thema impfen aufgezählt:
1. Der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung soll max. ausgenutzt werden. Biontech: 42 Tage, Astrazeneca: 12 Wochen. Auf diesem Weg sollen mehr Menschen schneller die erste Impfung erhalten.
2. Die Impfkommission wird den Impfstoff Astrazeneca auch für höhere Altergruppen zulassen.
3. Wenn Impftermine nicht wahrgenommen werden, werden Menschen nachrücken.
4. Die Arbeit im Imfzentrum wird auf ein Mehrschichtsystem ausgedehnt.
5. Ende März/Anfang April sollen Hausärzte ebenfall impfen.

Testen

Schnelltests sagen tagesaktuell, ob jemand angesteckt ist. Damit können Erkrankte herausgefiltert und Ansteckungsketten unterbunden werden. Drei Säulen sind dabei zu beachten:
1. Ab Montag, 8. März, wird es vom Bund einen erstatteten kostenlosen Schnelltests für jeden Bürger pro Woche geben. Diese Schnelltests können in Testzentren wahrgenommen werden.
2. Selbsttests sollen an Schulen und Kitas verwendet werden.
3. Schnelltests sollen auch für Arbeitnehmer gestellt werden.

Markus Söder betonte, dass die bestehenden Impfzentren mit Schnelltests nachgerüstet werden. Denn Impfen sei die einzige Langzeitstrategie gegen Corona. Außerdem hat er die Bundesregierung um mehr Impfstoff für Corona Hot-Spots gebeten, damit Grenzgebiete keine Mutationsgebiete werden.

Kontakte

Ab Montag, 8. März,  sind wieder mehr private Kontakte möglich. Konkret bedeutet das, dass Treffen mit bis zu fünf Freunden, Verwandten und Bekannten aus zwei verschiedenen Haushalten erlaubt sind. 

Sinkt die 7-Tage-Inzidenz unter 35 können sich auch drei verschiedene Haushalte mit max. zehn Personen treffen.

Erster Öffnungsschritt

Der erste Öffnungsschritt gilt seit dem 1. März und beinhaltet die Öffnungen von Grundschulen und Kitas sowie Friseursalons.

Zweiter Öffnungsschritt

Im zweiten Öffnungsschritt sollen am Montag, 8. März, bundesweit Buchhandlungen, Blumenhändler und Gartenmärkte aufgemacht werden - mit einem Hygienekonzept und einer Begrenzung von einem Kunden pro zehn Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter. Ab 800 Quadratmeter sind 20 Quadratmeter pro Kunde beanschlagt. Auch Kosmetiker, Fahr- sowie Flugschulen können dann wieder öffnen.
Wenn die Inzidenz innerhalb zwei Wochen stabil bleibt, geht es in den nächsten Öffnungsschritt.

Dritter Öffnungsschritt

Wenn das Infektionsgeschehen es zulässt, also bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfekionen pro 100 Tausend Einwohner, öffnen wieder Einzelhandel, Museen und Galerien. Sport im Freien ist auch wieder erlaubt, mit bis zu 10 Personen.
Die Kommunen, die eine 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 haben, bekommen eingeschränkte Öffnungen. Zum Beispiel wird es Einzelhandel feste Einkaufstermine geben. Sport geht dann nur noch mit bis zu 5 Menschen im Freien.

Vierter Öffnugnsschritt

Wenn sich die 7-Tage-Inzidenz zwei Wochen lang nicht verschlechtert hat, können Außengastronomie, Theater und Kinos wieder öffnen. Das gilt in allen Kommunen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 50.
Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 werden die Lockerungen anders ausfallen. Zum Beispiel darf man ins Theater oder Kino dann nur mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest.

Fünfter Öffnungsschritt

Wenn die 7-Tage-Inzidenz zwei Wochen stabil unter 50 bleibt, sollen weitere Öffnungen kommen. Dazu gehören Freizeitveranstaltungen mit bis zu 50 Menschen im Außenbereich und Kontaktsport in Hallen.

Das Home-Office wird bis zum 30. April verlängert.

Der nächste Corona-Gipfel von Bund und Länder soll am 22. März stattfinden. Darin soll es vor allem um Gastronomie, Hotelerie und Veranstaltungen gehen.

Bayern übernimmt die Bund-Länder-Beschlüsse

Nach der bayerischen Kabinettssitzung hat Ministerpräsident Markus Söder die Öffnungsschritte nochmal erläutert. Damit würden 90 Prozent der Bayern von den Lockerungen profitieren. Lediglich 20 Landkreise seien über 100 in der 7-Tage-Inzidenz, das seien knapp 13 Prozent der Bevölkerung. Dort bleibt die 1-Haushalt-Regel und weiterhin Ausgangsbeschränkungen.

Außerdem gab Söder bekannt, dass Bayern weiterführende Schulen ab dem 15. März öffnet, außer in Hotspots, in einem Wechselunterricht und nur in Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100.

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