Leidenschaft
Lochauer Sammler präsentiert seine private Autoquartett-Ausstellung

Ein Mekka für Autofreaks ist in diesen Tagen das Brockenhaus Leiblachtal in Lochau (Vorarlberg). Mit mehr als 1900 Autoquartett-Karten zeigt der Lochauer Sammler Kurt Prenner-Platzgummer zum ersten Mal einen Ausschnitt aus seiner rund tausend Quartette umfassenden Privatsammlung. Es ist eine «Automobilausstellung der anderen Art», wie der 55-Jährige sagt.

Man darf ihn getrost einen «Spinner» nennen. Er sieht sich selbst so, allerdings im positiven Sinn. Denn was der gebürtige Linzer, der seit 15 Jahren in Vorarlberg zu Hause ist, alles seit seiner Kindheit sammelt, löst einfach nur ein erstauntes Kopfschütteln aus: Coca-Cola-Trucks, PEZ-Spender, Pop-Up-Bücher (3-D-Bücher zum Ausklappen), Figuren aus Ü-Eiern («die Schokolade hat mir immer geschmeckt»), Adventskalender, Weihnachtstassen, Schwarze-Peter-Karten. M&M-Figuren oder Hotelbriefpapiere. Und alles hundert- oder gar tausendfach. Das neueste sind Duracell-Hasen, darum hat er davon «nur» 30 verschiedene Tiere.

In seinen Hunderten von Panini-Sticker-Alben stecken Zigtausende von Klebebildern. Zur WM in Südafrika richtete er einen Tauschtag für alle Stickersammler ein und in einer Sonderausstellung im Spielzeugmuseum in Wolfurt zeigte er Tischfußballspiele aus den 50er-Jahren, Tipp-Kick-Spiele aus den 70ern und weitere mechanische Fußballspiele - selbstverständlich alles aus der eigenen Sammlung.

Raum für Ausstellungen gesucht

Der größte Wunsch von Kurt Prenner-Platzgummer wäre ein Raum mit 100 bis 200 Quadratmetern, in dem er Wechsel-Ausstellungen mit seinen Sammelgegenständen veranstalten könnte. Zum Beispiel seine aus Pappelholz selbst gefertigten Dinosaurier-Modelle, die bis zu dreieinhalb Meter hoch und siebeneinhalb Meter lang sind. Prenners Dinopark, ein Kindheitstraum, gilt als der größte in Europa.

Kurt Prenner sammelt nicht der Wertanlage wegen, sondern schlicht aus Freude daran. «Sammeln ist eigentlich nichts anderes als Erinnerung an die Kindheit», sagt er. Darum sammelt er auch nicht systematisch. Von Firmen, die ihm das Neueste zur Komplettierung von Sammlungen anbieten, lässt er sich nichts schicken. Er geht lieber praktisch vor: «Wenn ich etwas sehe, was ich noch nicht habe, dann kaufe ich es.» Er schlendert allerdings auch nur sporadisch über Flohmärkte. «In Vorarlberg kennt mich jeder. Wenn ich komme, steigen die Preise», begründet er trocken, warum er vor Ort keinen Markt besucht.

Alles, was er bisher zusammengetragen hat, lagert im «Sowasundnowasmuseum» - so nennt er sein Zuhause.

Öffnungszeiten: Die Autoquartett-Sammlung kann bei freiem Eintritt bis 19. März von Montag bis Freitag von 9 bis 12 und 14 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr im Brockenhaus Leiblachtal, Toni-Ruß-Straße 8, in Lochau besichtigt werden. Am heutigen Samstag, 12. März, findet von 13 bis 15 Uhr ein Kinder-Eltern-Spielenachmittag statt. Nächstes Wochenende, am Samstag, 19. März, ist von 9 bis 12 Uhr die erste Vorarlberger Spielkartensammlerbörse geplant.

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