Marktoberdorf/Ostallgäu | bkl
Lob für «Seniorenpolitisches Konzept»

Das Konzept wurde nach einer Befragung von Senioren erstellt und enthält neben demografischen Zahlen auch reichlich Kritik etwa an seniorengerechter Infrastruktur. «Es ist eine wichtige Arbeitsgrundlage für die nächsten 20 bis 30 Jahre und sollte Basis sein für jegliche Diskussion zur Stadt- oder Dorfentwicklung», so Himmer. Er sieht Marktoberdorf mit einigen Angeboten für Senioren derzeit «gut aufgestellt». So gebe es in der Stadt ausreichend Pflegeplätze, einen Seniorentreff der Arbeiterwohlfahrt sowie den Stadtbus, der laut Himmer von der älteren Generation dankend angenommen wird. «Für die Ortsteile und umliegenden Gemeinden gibt es die Anruf-Sammel-Taxi-Lösung.»

Platz auch für Familien schaffen

Himmer sieht aber auch einigen Handlungsbedarf: «Wir müssen unsere Angebote für Senioren stets erweitern. Einen Stillstand darf es nie geben.» Pläne für ein Mehrgenerationenhaus gebe es bereits. Zudem werde derzeit ein Konzept «Leben und Wohnen in der Innenstadt» entwickelt. Für wichtig hält Himmer auch das Ziel, mehr jungen Familien in Marktoberdorf Wohnraum und Arbeit zu bieten. «Nur dadurch können wir langfristig die Alterspyramide in der Stadt abschwächen.»

Für Obergünzburg sieht Bürgermeister Lars Leveringhaus derzeit «keinen konkreten Handlungsbedarf», um die Situation für die ältere Generation zu verbessern. In den Vereinen gebe es ein «immenses Angebot für Senioren».

Außerdem seien sowohl die Anzahl der Pflegeplätze als auch die Anbindung der Marktgemeinde durch öffentliche Verkehrsmittel sowie die Nahversorgung durch Lebensmittelläden ausreichend, sagte der Bürgermeister. «Zufrieden sein darf man aber nie. Eine Gemeinde muss sich stets weiterentwickeln.»

Großes Engagement

Laut Leveringhaus liegt der Schwerpunkt in Obergünzburg derzeit auf Projekten zum ehrenamtlichen, bürgerschaftlichen Engagement von Senioren. «Bei unseren älteren Mitbürgern besteht hohe Bereitschaft, sich einzubringen. Darauf wollen wir aufbauen.» Eines der nächsten Projekte sei die Einrichtung eines Seniorentreffs. Ab Januar sollen dafür im Alten Rathaus Räume zur Verfügung stehen.

«Wir werden in nächster Zeit in allen Richtungen prüfen, wo wir etwas verbessern können», hat sich auch Wolfgang Eurisch vorgenommen. Der Bürgermeister von Biessenhofen lobt das «Seniorenpolitische Konzept», das seiner Ansicht nach das Bewusstsein für die Situation älterer Mitbürger stärkt. «Es ist einprägsam, wenn man die Zahlen schwarz auf weiß sieht.»

In Biessenhofen sei zunächst geplant, in einem Flyer alle bestehenden Angebote für Senioren zusammenzufassen. «Wir wollen damit auch die Angehörigen erreichen, die Hilfe benötigen.» Langfristig verfolge die Gemeinde das Ziel, für Senioren im Ort ein Betreuungs- und Pflegeangebot zu schaffen. Zu diesem Großprojekt gebe es zwar noch keine konkreten Pläne und viele offene Fragen. Eine Ortsbesichtigung im Seniorenzentrum Durach habe laut Eurisch aber bereits stattgefunden.

Die Lösung der Oberallgäuer, mitten im Ort unter einem Dach einen Pflegebereich, Betreutes Wohnen und eine Demenzabteilung unterzubringen, hält Eurisch für ideal. «Es wäre wunderbar, wenn wir unseren Mitbürgern so etwas anbieten könnten.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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