Katastrophenschutz
Lob für Ehrenamtliche beim Neujahrempfang des THW Memmingen

Ein 18-Jähriger, der sich beim Technischen Hilfswerk (THW) für sechs Jahre verpflichtet hat, wurde bislang von der Wehrpflicht freigestellt. Mit ihrem Wegfall sei natürlich auch dieser Anreiz für ein ehrenamtliches Engagement im THW verloren gegangen und damit ein Weg, Nachwuchs zu gewinnen, erklärte Ortsbeauftragter Klaus Liepert beim Neujahrsempfang des Technischen Hilfswerks in Memmingen.

Im vergangenen Jahr hätten zwar nur fünf Prozent der aktiven Mitglieder das THW deswegen verlassen, doch auf lange Sicht sollte sich die Politik zum Ausgleich neue Anreize für das Ehrenamt überlegen, hielt Liepert für wünschenswert. Eine bevorzugte Studienplatzwahl oder eine Anrechnung auf die Rente könne er sich dabei vorstellen.

Ein zweiter Weg, junge Leute für den Katastrophenschutz zu motivieren, seien die eigenen Jugendgruppen, so Liepert weiter. 'Die Jugendarbeit wird entscheidend sein für die Zukunft des THW.' Den Jugendleitern dankte er und sprach ihnen Anerkennung aus für ihr Engagement, vor allem auch bei mehreren Zeltlagern im vergangenen Jahr.

23 Mal alarmiert

Die Zusammenarbeit mit der Integrierten Rettungsleitstelle, die seit November laufe, habe gut funktioniert, sagte Liepert in seinem Rückblick. Im ganzen Jahr sei das Technische Hilfswerk 23 Mal alarmiert worden, acht Einsätze hätten sich daraus entwickelt. Die umfangreichsten Einsätze seien Brände gewesen. So war das THW beispielsweise beim Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Dickenreishausen im Einsatz.

Zu den rund 25 000 Euro, die den Etat des Ortsverbands im Jahr ausmachten, und vor allem für die laufenden Nebenkosten und den Sprit der Fahrzeuge gebraucht würden, kämen im kommenden Jahr etwa 1500 Euro aus Bundesmitteln dazu, berichtete Liepert.

'Diese Aufstockung ist ein Verdienst unserer Abgeordneten', sagte er an den Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke und an den Landtagsabgeordneten Josef Miller gerichtet. An Stracke, der Landesvorsitzender der Fördervereine des THW ist, überreichte Liepert zum Dank eine blaue Einsatzjacke.

Memmingens Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und stellvertretender Landrat Werner Birkle als Vertreter der Sicherheitsbehörden dankten dem Ortsverein für die geleistete Arbeit. 'Sie sind eine starke Truppe', sagte Holzinger. Birkle kündigte an, dass zur besseren Erreichbarkeit der Gleichwellenfunk im Unterallgäu kommen soll, 'wenn möglich noch 2012'.

Zudem sei auch die Einführung der Ehrenamtskarte für 2012 im Landkreis geplant. Dank an Sponsoren und Arbeitgeber, die ihre Angestellten für THW-Einsätze und Lehrgänge freistellten, sprach Wolfgang Zettler als Vorsitzender des Fördervereins aus.

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