Kaufbeuren
Lob dem Organisationstalent

«Zum Aufruf kommt die Sache Freistaat Bayern gegen Detlef Meudt. Bitte alle Beteiligten in den Sitzungssaal!» Mit diesen Worten eröffnete Protokollführer Arthur Sambeth im Großen Sitzungssaal des Kaufbeurer Amtsgerichts die Ruhestands-Verabschiedung von Geschäftsleiter Detlef J.Meudt. Ähnlich humor- und stimmungsvoll wie dieser Auftakt gestaltete sich die gesamte Feierstunde, zu der neben beruflichen Weggefährten und Mitarbeitern aller Amtsgerichtsabteilungen auch Landgerichtspräsident Dr. Erich Denk mit seinem Geschäftsleiter Erhard Liebl und der frühere Amtsgerichtsdirektor Dr. Ulrich Deisenhofer gekommen waren.

Für den kulinarischen Rahmen sorgten die «Kochfüchse» der Josef-Landes-Schule mit Fingerfood vom Feinsten. «Die Zusammenarbeit mit Ihnen war immer unkompliziert und loyal: Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie noch besser hätte sein können», würdigte Amtsgerichtsdirektor Friedrich Weber die Verdienste des scheidenden Geschäftsleiters. Auch Personalratsvorsitzender Wolfgang Rupprecht hob Meudts Organisationstalent und Engagement hervor: «Auf allgäuerisch würde man sagen: Des isch a echta Wualar.» Geboren 1945 in Wolfenbüttel wuchs Detlef J. Meudt in Braunschweig auf, wo er auch eine handwerkliche Lehre absolvierte.

Nach der Bundeswehrzeit bei den Marinefliegern in Jagel kam er 1968 in die Heimat seiner Kaufbeurer Ehefrau, wo er eine weitere Ausbildung erfolgreich abschloss - diesmal bei der Justiz. Seine berufliche Laufbahn als Rechtspfleger führte ihn nach Augsburg, Schwabmünchen, München und letztlich wieder nach Kaufbeuren. Von dort meldete er sich im Jahr 1990 als Aufbauhelfer in den neuen Bundesländern und war in Zwickau von 1991 bis 1993 Leiter des Grundbuchamts. Für seine dortigen Leistungen erhielt er 1994 das Bundesverdienstkreuz.

Vielfältige Aufgaben

Nach seiner Rückkehr ans Amtsgericht war Meudt Grundbuchrechtspfleger - davon lange Jahre Leiter des Grundbuchamts- und seit 2002 Geschäftsleiter des Amtsgerichts und damit verantwortlich für den Geschäftsbetrieb und die Organisation der Behörde mit ihren fast 80 Mitarbeitern. In diese Zeit fielen die Auflösung der Zweigstelle Füssen und deren Eingliederung in Kaufbeuren sowie umfangreiche Baumaßnahmen. Dass die vielfältigen Aufgaben nur in einem beruflichen und menschlichen Miteinander bewältigt werden konnten, veranschaulichte Meudt in seiner Abschiedsrede mit der antiken Fabel vom «Magen und den Gliedern», die ohne den anderen nicht funktionieren. Er bedankte sich bei den Anwesenden für «die stets positive Zusammenarbeit» und überreichte seinem Nachfolger Karl Burkhart ein nagelneues Türschild.

Ein besonderes Dankeschön galt «meiner Familie, die mir immer den Rücken frei gehalten hat».

Für den Ruhestand freut sich Meudt nun auf neue Aufgaben - «ob als frisch gebackener Großvater oder als Bauherr für verschiedene Baumaßnahmen, die ich mir vorgenommen habe.»

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen