Lustspiel
Lindenberger Volkstheater nutzt TSZ-Halle als Theatersaal

Den ersten Applaus des Theaterabends erhielt der Turnerspielmannszug. Rolf Reithmeier, Vorsitzender des Lindenberger Volkstheaters lobte bei der ausverkauften Premiere des Lustspiels 'Eine schöne Bescherung' die hervorragende Zusammenarbeit mit dem TSZ, der seine Halle als Theatersaal zur Verfügung gestellt und entsprechend hergerichtet hatte. Das Ensemble des Volkstheaters hatte ohne Spielleitung in gemeinschaftlicher Erarbeitung aller Mitwirkenden das Stück einstudiert. Auch der Nachwuchs aus der Kinder-/Jugendtheatergruppe gab sein Debüt.

Es herrscht eine freudig gespannte Atmosphäre. Die Zuschauer beobachten, wie die Souffleuse Hermine Neumann in ihren Kasten schlüpft, die Bühnenvorhänge werden von Hand zurückgezogen, und das Bühnenbild ist so, wie es in manchem Wohnzimmer eben aussieht. Schnell wird dem Zuschauer klar, dass das Spielgeschehen an Heiligabend stattfindet. Die 'schöne Bescherung' scheint allerdings noch in weiter Ferne. Zunächst ist da der kaputte Kühlschrank, der für die Ungenießbarkeit der Weihnachtsgans verantwortlich ist. Bald stellt sich heraus, der sparsame Familienvater Reinhold Eisgruber, den Olaf Fabert verkörpert, lässt gerne seine resolute Frau Irmgard (Sylvia Kienast) die alltäglichen (Haus-) arbeiten erledigen.

Die ist nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen, weiß aber um die mangelnden handwerklichen Fähigkeiten des Gatten: Wenn der den Kühlschrank repariert, ist hernach die Waschmaschine auch noch hinüber. Wiederholte Anrufe der Schwiegermutter zwecks Abholung zur Bescherung meistert Irmgard ebenso humorvoll wie die Auftritte der Nachbarin Frau Mauschler, die die Bescherung ebenso wenig abwarten kann wie die noch überfällige Treppenreinigung. Marion Mollet hat in dieser Rolle oft die Lacher auf ihrer Seite.

Dass sich der italienische Klempner Luigi (Rainer Seibel) neben dem Reparieren der kaputten Heizung auch noch um einen neuen Kühlschrank als Überraschungsgeschenk kümmern will, ist wohl dem liebreizenden Augenaufschlag der verheirateten Tochter Angelika (Lisa Weidhofer) zu verdanken.

Diese lässt sich gerne von den andauernden Problemen mit ihrem Ehemann Eberhard (Stefan Wirthenson) ablenken und zeigt dann auch beim Disput mit ihrer Schwester Leni (Eleni Sideri), die den Heiligabend viel lieber im Jugendhaus feiern würde, dass der Theaternachwuchs schon ein Wörtchen mitzureden hat.

Der Auftritt der Schwiegermutter und Oma Klothilde (Bärbel Sinds), die nicht mehr länger im Heim warten will und prompt mit dem Taxi zur Bescherung kommt, wird mit Szenenbeifall begleitet. Vielen Aufführungen des Lindenberger Volkstheaters hat Bärbel Sinds als Regisseurin zu großartigen Erfolgen verholfen.

Diesmal steht sie als leidenschaftliche Schauspielerin auf der Bühne und lässt nicht locker, endlich mit der 'schönen Bescherung' zu beginnen.

Bleibt abzuwarten, ob sich so manch Theaterbesucher noch ein zusätzliches Geschenk ausdenkt, denn 'Uralt Lavendel' oder ein Toaster, den man ja schließlich umtauschen kann, stehen nach dem Besuch dieses vergnüglichen Abends hoch im Kurs.

Weitere Aufführungen am 26. und 27. November um 20 Uhr.

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