Frühjahrskonzert
Lindenberger Kapelle spielt erstmals unter einem Leitthema

«Wir haben den Tag der Arbeit wörtlich genommen», so der Lindenberger Vorsitzende und ASM-Bezirksleiter Robert Pöschl in seiner Begrüßung zum diesjährigen Frühjahrskonzert. Heuer präsentierten sich der Musikverein «Frohsinn» Lindenberg und seine Dirigentin Diana Brandmair erstmals mit einem Leitthema («Musik aus Amerika»).

Bevor sich die Erwachsenenkapelle auf musikalische Tour durch die USA machte, präsentierte die Jugendkapelle ihr frisch erarbeitetes Programm mit sowohl klassischen als auch rockigen Stücken. «Barcarole & Can Can» von Jacques Offenbach in der Bearbeitung von Kees Vlak hat im Idealfall Appetit auf das Original gemacht, ebenso auch die groovige Fassung des Santana-Hits «Oye como va». Dazwischen erklang mit lockerem Drive der «Pep Rally Rock» von John Edmondson.

Nach einer kurzen Umbaupause starteten die Ansagerinnen Melanie Tahedl und Manuela Herz äußerst fantasievoll ihre «Rucksack-Tour» durch die USA und hatten zu jedem Stück originelle Anmerkungen parat. Begonnen wurde jedoch noch mit deutschen Klängen.

«Mit der Kraft der Musik» nannte der 1973 geborene Markus Götz seine Ouvertüre, die er den zahllosen Amateur-Blasmusikern widmete, die regelmäßig und leidenschaftlich ihrem Hobby nachgehen.

Dynamisch und differenziert

Hervorragend intoniert und dynamisch sehr differenziert erklang eine leicht verkürzte Version des langsamen Satzes der Sinfonie «Aus der Neuen Welt», die der Tscheche Antonin Dvorák während eines USA-Aufenthaltes schrieb. Viel zu selten hört man hierzulande den Sousa-Marsch «Hands Across the Sea», in dem der amerikanische Marschkönig erstmals die transatlantische Freundschaft musikalisch beschrieb.

Markus Götz zum Zweiten: In «Chicago Festival» beschrieb er seine Eindrücke von der größten Blasmusikmesse der Welt, die alljährlich zwischen dem dritten und vierten Advent in der Metropole am Michigan-See stattfindet. Dass sich die nicht gerade einfache Musik von Leonard Bernsteins Musical «West Side Story» auch ohne Substanzverlust für ein Mittelstufen-Orchester bearbeiten lässt, zeigt das Arrangement von Jay Bocook. Das stilsicher dargebotene Medley krankt lediglich an seinem unvermittelten Schluss.

Sousas «Washington Post», mit dem man sich zügig in Richtung Zielgerade bewegte, ist nicht der einzige amerikanische Marsch, der einer Tageszeitung gewidmet ist.

Frank Sinatras Evergreen «New York New York» sorgte für einen swingenden Abschluss, bevor sich das Orchester ins imaginäre Flugzeug begab und mit dem «Fliegermarsch» einen ersten Schlusspunkt setzte. «Diana, Du bist ein großer Glücksfall für uns, da Du uns immer wieder die Freude an der Musik vermittelst», sagte ein begeisterter Robert Pöschl zum Abschluss. Da der Applaus des begeisterten Publikums nicht nachließ, folgte Julius Fucíks Marsch «Furchtlos und treu» quasi als «Rausschmeißer».

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