Haushalt
Lindenberger Bauausschuss diskutiert über Ausgaben im Jahr 2012

Welche Baumaßnahmen und Projekte stehen in Lindenberg im Jahr 2012 an, was wird verschoben und wie teuer wird das alles für die Stadt? Erste Antworten darauf gibt der Bauhaushalt, über den der Lindenberger Bauauschuss nun beraten hat. Die endgültigen Entscheidungen fällt dann der Haushaltsausschuss Anfang nächsten Jahres.

Kulturreich ist größter Posten

Der größte Posten im Bauhaushalt ist das Kulturreich. Mit Kosten von rund 2,85 Millionen Euro rechnet die Stadt im Jahr 2012. Darin sind die Baukosten sowie Einrichtungskosten für die Huterlebniswelt eingerechnet. Dem gegenüber stehen Zuschüsse von rund 1,14 Millionen Euro. Die Zusage dafür erwartet die Stadt im Frühjahr. Somit liegen die Kosten für die Stadt unterm Strich bei rund 1,71 Millionen Euro. Auch für die Kinderkrippe in der Lauenbühlstraße muss die Stadt mit über einer Million Euro tief in die Tasche greifen.

Viel Geld kostet im kommenden Jahr wohl auch der Straßenbau und -unterhalt. Von 1,7 Millionen strichen die Räte die Ausgaben allerdings bereits auf rund 986 000 Euro zusammen. Auf das nächste Jahr verschoben werden sollen unter anderem der Bau eines Gehwegs an der B 308 bei Manzen, die Sanierung des Ahornwegs, des Laubachwegs und des Birkenwegs. Als nicht 'so dringend' stuft Bürgermeister Johann Zeh diese Arbeiten ein. In Sachen Gehweg an der B 308 wollen die Räte zunächst bei einem Ortstermin überlegen, wie der Gehweg aussehen könnte.

Angepackt werden soll dagegen ein Ausbau der Gehwege in der Staufener Straße, im Zuge der Sanierung, die das Staatliche Bauamt vornimmt. Auch in der Blumenstraße sollen die Gehwege neu gemacht und außerdem eine Querungshilfe eingebaut werden. Die Sanierung der Tiefgarage (500 000 Euro) wollen die Räte ebenfalls nochmals verschieben. Nochmals diskutiert werden soll außerdem über eine Erneuerung des Plattenbelags am Bergfriedhof (125 000 Euro). Insgesamt haben die Räte 1,6 Millionen Euro eingespart.

Ein neuer Kunstrasen für den Platz in der Sedanstraße ist mit 378 000 Euro im Haushalt eingeplant. 'Er ist inzwischen 19 Jahre alt, sehr stumpf und ist an sämtlichen Stellen geflickt', sagt Max Johler vom Tiefbauamt. Eine mögliche Vorgabe zu Benutzung und Pflege des Rasen regten einige Räte in diesem Zusammenhang an.

Rund 80 000 Euro sollen bei der Lindenberger Feuerwehr investiert werden. Dort steht unter anderem eine neue Beschichtung des Hallenbodens an, sowie die Sanierung der Duschen und eine Brandmeldeanlage. Im Gespräch sind auch Schranken im Einfahrtsbereich zur Feuerwehr.

Die größten Posten im Verwaltungshaushalt, also die laufenden Kosten der Stadt, sind vor allem der Unterhalt des Hallenbads, die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung sowie Aufwendungen für die Straßenreinigung und die Schneeräumung. Mit 703 600 Euro liegt die Stadt damit knapp unter dem Haushaltsansatz von 2011.

Auf der Einnahmenseite erwartet die Stadt Gewinne unter anderem im Bereich Wohnungsbau durch den Verkauf von Grundstücken. Bei der Gewerbesteuer rechnet Stadtkämmerer Johann Scherer mit 3,5 Millionen Euro mit ähnlichen Einnahmen wie im laufenden Jahr. Bei der Einkommenssteuerbeteiligung sogar mit 4,4 Millionen etwas mehr als im vergangenen Jahr (4,1 Millionen).(feß)

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