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Lindenberg sucht eine Wiese als Ausweichgelände für Bolzplatz

Der Bolzplatz an der Lauenbühlstraße bleibt ein Thema. Die Stadt Lindenberg will den Kindern im Frühjahr ein Ersatzgelände anbieten, wenn weder der jetzige noch der neue Bolzplatz zur Verfügung stehen. Das erklärte Bürgermeister Johann Zeh im Stadtrat.

Die Stadt hatte den bestehenden Bolzplatz vor einer Woche abgeräumt, um Bäume und Büsche zu entfernen – Vorbereitungsarbeiten für den Neubau der dort geplanten Kinderkrippe. Später wurden Tore und ein provisorischer Zaun wieder aufgebaut.

Im Frühsommer aber wird den Kindern bis zur Freigabe des neuen Platzes an der Lauenbühlstraße kein Platz zum Kicken zur Verfügung stehen. Thomas Kühnel, Sprecher der Grünen, brachte das Thema im Stadtrat zur Sprache.

Der Bürgermeister habe den Anwohnern an der Lauenbühlstraße mehrfach zugesichert, dass die Stadt erst den neuen Bolzplatz errichten, dann den alten für den Bau der Krippe entfernen werde. 'Man sollte halten, was man verspricht', so Kühnel. Als 'ärgerlich' stufte den Vorgang auch Ludwig Gehring ein.

'Wir', so der CSU-Stadtrat, 'haben nix eingehalten'. Angesichts dessen müsse man sich nicht über die Politikverdrossenheit vieler Bürger wundern.

Das Abräumen des Bolzplatzes vor einem Neubau sei 'nicht im Sinne der Stadt' gewesen, erklärte Bürgermeister Zeh. Die Stadt bemühe sich aber, eine Ausweichmöglichkeit anzubieten. 'Jeder Wiese ist besser als der Kiesbolzplatz', so der Bürgermeister mit Blick auf den Zustand des Geländes.

Wie Stadtbaumeister Kurt Kirschenmann erklärte, soll mit dem Bau der Kinderkrippe Mitte Mai begonnen werden. Da hätte der Bolzplatz nach der ursprünglichen Planung schon fertig sein sollen. Die Mittel waren im vergangenen Jahr im städtischen Haushalt bereitgestellt.

Nach einem Beschluss des Bauausschusses habe man die Arbeiten aber erst bei Vorliegen eines Zuwendungsbescheides vergeben dürfen. Und der sei im Januar bei der Stadt eingegangen.

Weil sich Bau von Krippe und neuem Fußballplatz überschneiden, müssen die Jugendlichen wohl zehn Wochen ohne Bolzplatz auskommen. Die Stadt versuche zwar den Beginn der Arbeiten am neuen Gelände vorzuziehen, wie Kirschenmann schilderte, es müsse aber mit einer Bauzeit von sechs Wochen gerechnet werden.

Dazu kommen eine Anwachs- und eine Vegetationsphase. Dadurch könne der Platz wohl erst Ende Juli freigegeben werden. 'Sonst ist er kaputt, bevor er bespielbar ist'.

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