Lindenberg
«Lindenberg ist kein Lindenberg mehr»

Erst Mitte Juli hatte der Bauausschuss beschlossen, dass die Zufahrt zur Lindenberger Pfarrkirche St. Georg und Wendelin verbreitert und verlegt wird (wir berichteten). Auch wenn damals schon feststand, dass für die 40000 Euro teure Maßnahme vier Linden gefällt werden müssen und sowohl die Kirchenverwaltung als auch der Pfarrgemeinderat dem Projekt zugestimmt hatten, sind einige Lindenberger darüber nun gar nicht erfreut. Eine BZ-Leserin spricht sogar von einer «Nacht-und-Nebel-Aktion». «Ruckzuck» seien die Bäume weg gewesen. Nur Sägemehl habe noch an die Linden erinnert. Drei der vier Bäume seien außerdem total gesund gewesen. Sie könne nicht verstehen, warum man eine vier Meter breite Straße brauche. Sogar während der umfangreichen Kirchturmsanierung im vergangenen Jahr habe die Zufahrt für die vielen Lastwagen und schweren Baumaschinen ausgereicht. Die 72-Jährige spricht sich sogar dafür aus, den Lindenberg demnächst in Straßenberg umzubenennen: «Der Lindenberg ist kein Lindenberg mehr.» Ihrer Meinung nach seien vor allem die kräftigen Lindenbäume Kraftquellen, mit denen man sorgsam umgehen müsse. Sie habe bereits in der Schule gelernt, dass der «Berg und die Umgebung etwas ganz Besonderes sind und beschützt werden müssen».

Die BZ-Leserin meint, dass es ausgereicht hätte, wenn man den bestehenden Weg ausgebessert und nur ein bisschen verbreitert hätte: «Dann hätte man vielleicht nur zwei Linden opfern müssen.»

In der Bauausschusssitzung Mitte Juli hatte Stadtbaumeister Herbert Wagner das Projekt vorgestellt. Der bisherige Weg war laut Wagner «dringend sanierungsbedürftig». Der künftige Weg soll von jetzt 2,80 Meter auf vier Meter verbreitert werden und weiter westlich verlaufen. Er endet in einem kleinen Wendehammer. «Ich denke, das gestalterische Bild wird sich dort wesentlich verbessern», hatte Wagner in der Sitzung betont. Entfernt werden soll auch die Leitplanke, die derzeit östlich des Weges verläuft. Ein Zaun, später eine Hecke sollen sie ersetzen. «Ersatzpflanzungen sind jedoch ohne weiteres möglich», so der Stadtbaumeister.

«Es sind noch genügend Bäume vorhanden», betonte Johann Zott vom Bauamt gestern auf Nachfrage. Er geht davon aus, dass mit Sicherheit neue Bäume gepflanzt werden.

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