Wintersport
Liftkarten werden teurer - Als Grund nennen die Bergbahn-Betreiber gestiegene Energiepreise

Die Liftpreise in der Region steigen in der neuen Skisaison um durchschnittlich etwas mehr als zwei Prozent. Die Bahnen und der Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) begründen die Erhöhung vor allem mit den deutlich gestiegenen Energiepreisen, die unter anderem auch die Kunstschnee-Produktion verteuern. So kostet beispielsweise die Produktion eines Kubikmeters Kunstschnee rund drei bis vier Euro. Allerdings konnten die Schneekanonen bisher wegen der hohen Temperaturen zum allergrößten Teil nicht laufen. Von den Bahnen werden zudem auch die steigenden Personalkosten als Grund für die Preiserhöhung genannt.

Unterschiedliche Tarifstrukturen lassen einen genauen Vergleich der Liftpass-Preise kaum mehr zu. So haben beispielsweise die Bergbahnen der 'Das Höchste'-Gruppe (Fellhorn/Kanzelwand, Nebelhorn, Ifen, Walmendingerhorn) heuer erstmals Haupt- und Nebensaisonpreise. Sehr unterschiedlich werden auch die Rabattregelungen für Familien mit Kindern oder beispielsweise Senioren gehandhabt.

Über 80 Millionen Euro investiert

Nachdem die Liftgesellschaften in der Region in den vergangenen zehn Jahren weit über 80 Millionen Euro in neue Lift- und moderne Beschneiungsanlagen investiert hatten, hielten sich die Ausgaben für größere Bauvorhaben heuer in Grenzen.

Im größeren Stil gebaut wurde nur an der Hochgratbahn bei Oberstaufen, wo im Frühsommer dieses Jahres die Bergstation umgebaut wurde und der Gastronomiebereich komplett modernisiert worden ist.

Nach Angaben des Verbands Deutscher Seilbahnen ist auch in der kommenden Saison ein Trend zum Flutlichtskifahren zu erkennen. 'Die Leute wollen nach der Arbeit noch zwei oder drei Stunden in die Loipe oder auf die Piste', so VDS-Sprecherin Birgit Priesnitz. Nach ihren Worten hatten die Bahnen durchwegs eine gute Sommer- und Herbstsaison. Jetzt hoffe man auf einen baldigen Winterbeginn. Vor einem Jahr liefen Anfang Dezember schon fast alle Lifte in der Region bei Schnee bis in Tallagen.

Durch den ungewöhnlich milden Herbst verläuft bisher auch der Verkauf der Saisonkarte 'Superschnee' schleppend. Diese Karte ist im gesamten Allgäu sowie im Kleinwalsertal und im Tannheimer Tal gültig. 3500 'Superschnee'-Saisonkarten wurden bisher verkauft – im Vorjahr waren es Anfang Dezember 1500 mehr. 2800 Wintersportler sind in der Wintersaison 2011/2012 mit der Allgäu-Gletscher-Card unterwegs. Dieser Saisonpass gilt auch in den Gletscherskigebieten Kaunertal und Pitztal, wo man bereits seit Ende September Skifahren kann.

Generell lohnt sich der Kauf einer Saisonkarte, wenn man mehr als zwölf bis 15 Tage auf der Piste ist. Für den verbilligten Vorverkauf der 'Superschnee'-Saisonkarte ist die Frist bis 15. Dezember verlängert worden. Erhältlich ist die Karte bei vielen Bergbahnen. Ein Bestellformular gibt es auch im Internet.

Etwas Schnee erwartet

Nachdem der von vielen Gesellschaften für dieses Wochenende geplante Saisonstart wegen Schneemangels verschoben werden musste, hoffen die Bergbahnen jetzt auf genügend Schnee für das Wochenende 10./11. Dezember. Nach Angaben der Meteorologen soll es am Wochenende und nächste Woche Niederschläge geben, die zeitweilig bis in die Täler als Schnee fallen.

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