Eisenberg-Zell
Liegestützen-Duell der Ritter

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«Eins, zwei, drei, vier.»: Auch wenn niemand unter den vielen Besuchern so genau weiß, ob das Liegestützen-Duell in Zeiten der alten Rittersleut als turnierfähig galt - sie zählen alle lauthals mit, bis der Sieger feststeht. Diese heiter-sportliche Herausforderung unter echten Männern ist nur einer der vielen Programmpunkte beim vierten Burgfest auf der Ruine Hohenfreyberg.

Schaukämpfe, Markt, historisches Theater, der Einzug des Kaisers, ritterliche Kinderspiele und noch vieles mehr lockt am Wochenende Tausende Schaulustige in das alte Gemäuer nach Zell. Einzig der immer wieder einsetzende Regen am Sonntag sorgt für einen kleinen Dämpfer.

Der Nachwuchs kann sich in dem fast 600 Jahre alten Gemäuer unter anderem im Zweikampf mit dem starken Ritter Siegmund messen, der Märchenerzählerin lauschen oder sein Können beim Flaschenangeln zeigen. Beim Ritt auf dem Holzpferd durch den ritterlichen Parcours sind Kraft und Geschick gefragt im Umgang mit der Lanze.

Unter Anleitung von Burgenforscher Dr. Joachim Zeune zeigen die Buben und Mädchen der dritten Klasse bei ihrem Theaterstück anschaulich, wie einst der Alltag auf der Burg ausgesehen hat.

Wie lange es dauert, bis ein Ritter mit weiblicher Unterstützung angekleidet ist und wie seine standesgemäße Ausrüstung aussah - das demonstriert der Markgraf von Brandenburg dem gemeinen Volk lautstark. Und dann natürlich die Zeller Ritter: Kaum ein kleiner (und natürlich großer Mittelalter-Fan), der von ihren schweren Rüstungen und blitzenden Schwerter nicht beeindruckt ist - noch dazu, wenn die Recken ihre Waffen zum Schaukampf ziehen. Klar, dass der Nachwuchs voll in seinem Element ist, als es darum geht, «Freiwillige» in eine Rüstung zu stecken und sie vorzuführen. Eine gute Figur macht dabei auch der ehemalige Ski-Nationaltrainer Klaus Mayr aus Pfronten.

Mit ihrer Waffenschau lassen auch die «Cornices Faucium», die Landsknechte aus Füssen, die als Begleitung des Kaisers auf die Burg gekommen sind, das Bilderbuch-Mittelalter wieder aufleben.

Für einen «Heidenlärm» sorgen dagegen die gleichnamigen Spielleute aus Berlin, die sich auf der Burg ein Stelldichein geben und von den Besuchern mit reichlich «Handgeklapper» belohnt werden.

Überrascht wird ein Delinquent aus den Reihen der Zuschauer, als die übermütigen Ritter ihn in die «Schandgeige» pferchen sowie Gesicht und Hände teeren und federn.

Und alles nur wegen eines Bayern-München-Shirts? Lisa (11) aus Kirchheim-Teck und David (4) aus Roßhaupten sind jedenfalls begeistert: «Es ist ein tolles Erlebnis, auf der großen Burg den Rittern so nahe zu kommen». (sr)

Weitere Bilder vom Burgfest finden Sie im Internet unter: www.all-in.de/Bilder

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